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Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) - Bundesumweltministerium fördert Produktion klimafreundlicher Klimaanlagen in Indien mit 2 Millionen Euro


Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) - Bundesumweltministerium fördert Produktion klimafreundlicher Klimaanlagen in Indien mit 2 Millionen Euro

Eine neue Anlage zur Herstellung klimaschonender Raumklimageräte nimmt die indische Firma Godrej & Boyce in Khandala bei Pune in diesen Tagen mit Unterstützung der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums in Betrieb. Mit der neuen Produktionsanlage können rund 180.000 Klimageräte pro Jahr hergestellt werden. Bei Vollauslastung der Anlage und einer durchschnittlichen Lebensdauer der Geräte von 10 Jahren bedeutet alleine die Verwendung eines klimafreundlicheren Kältemittels eine rechnerische Treibhausgaseinsparung von bis zu einer Million Tonnen nur durch diese eine Produktionsstätte.

Die Geräte zur Klimatisierung von Räumen verwenden natürliches Propan (R290) anstelle der immer noch zumeist verwendeten klimaschädlichen HFKW-Gase oder gar der Ozonschicht schädigenden halogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (H-FCKW) als Kältemittel.

Produktion und Verbrauch von Ozonschicht schädigenden H-FCKW-Gasen müssen zwar nach dem weltweit gültigen „Montrealer Protokoll“ ab dem Jahr 2013 schrittweise reduziert werden. Meist weichen die Hersteller jedoch auf ozonfreundliche aber immer noch klimaschädliche HFKW-Gase aus. Die Firma Godrej & Boyce hingegen ist das erste und bisher einzige indische Unternehmen, das bereits seit 2002 natürliche Kältemittel bei der Produktion von Kühlschränken einsetzt und deshalb für dieses Pilotvorhaben ausgewählt wurde.

Das Bundesumweltministerium fördert mit der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) Klimaschutzprojekte in Entwicklungs-, Schwellen- und Transformationsländern.

Weitere Informationen zur IKI: www.bmu-klimaschutzinitiative.de

Mehr Informationen zur Energiewende: www.bmu.de/energiewende

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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
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Energieeffizient vom Keller bis zum Dach

Politische Rahmenbedingungen und steigende Energiekosten machen Entwicklungen im Bereich des energieeffizienten Bauens unausweichlich. Nicht die aktuell gesetzten Standards der Niedrigenergiegebäude nach der Energieeinsparverordnung schreiben die Zukunft sondern Konzepte wie das Plusenergiegebäude, die schon heute weiter denken Die Grundidee dahinter ist einfach: Die jährliche Energielieferung durch regenerative Energien ist größer als der Gesamtenergiebedarf des Gebäudes. Dachflächen oder Fassaden werden dabei für die Energiegewinnung aus der Sonne eingesetzt. Doch um diese Energie auch effizient nutzen zu können, sind die Schnittstellen zwischen den einzelnen Komponenten maßgeblich. Deshalb entschied sich Univ.-Prof. Dr.-Ing. M. Norbert Fisch, Leiter des Instituts für Gebäude- und Solartechnik (IGS) der TU Braunschweig, der kürzlich das erste Netto-Plusenergie-Gebäude - ein Gebäude als Kraftwerk - im Raum Stuttgart baute, für energieeffiziente Systeme von REHAU.

Das Bauprojekt

In Leonberg, etwa 20 Kilometer von Stuttgart entfernt, entstand das zweigeschossige Netto-Plusenergie-Wohngebäude von Prof. Dr. M. Norbert Fisch. Ziel des Bauherrn war es, zusammen mit dem Ingenieur-Büro EGS-plan aus Stuttgart ein Gebäude zu entwickeln, das die zukünftigen Anforderungen nach energieeffizientem, komfortgerechtem Wohnen und umweltverträglicher Mobilität erfüllen kann und diese Ziele mit anspruchsvoller Architektur verbindet. So basiert das energetische Gesamtkonzept auf der konsequenten Reduzierung des Strom- und Wärmebedarfs durch Lastmanagement, des Einsatzes innovativer Gebäudetechnik und der Nutzung von Sonnenenergie für die Beheizung und Stromversorgung des Gebäudes.

Das im Oktober fertiggestellte, kompakte Haus mit rund 210 Quadratmetern Wohnfläche verfügt über ein nach Süden ausgerichtetes Pultdach, welches flächendeckend mit einer Photovoltaik- (circa 15 kWp) und einer solarthermischen Anlage (circa 7 Quadratmeter) ausgestattet ist. Dies führt in Kombination mit großzügigen Verglasungen und einer sehr gut wärmegedämmten Gebäudehülle zu einem geringen Jahres-Heizenergie- und Heizleistungsbedarf (unter 20 W/m²).

Darüber hinaus spielt auch die optimale Tageslichtnutzung eine große Rolle. So öffnet sich das von den Architekten Berschneider + Berschneider aus Pilsach entworfene Gebäude mit großzügigen Fensterflächen Richtung Süden, wohingegen es sich nach Norden, Osten und Westen eher verschließt. Der Überhitzung in den Sommermonaten wird durch einen außen liegenden Sonnenschutz und die gute Gebäudehülle Rechnung getragen.

Vernetzte Systeme

Ein Netto-Plusenergie-Haus ist vergleichbar mit einem Puzzle: Jede Systemkomponente muss optimal in die nächste greifen. Nur so können Energieverluste vermieden und beste Resultate erzielt werden. Deshalb entschied sich der Bauherr auch für zahlreiche energieeffiziente Systeme aus dem Hause REHAU, die ideal aufeinander abgestimmt sind und besonders effizient arbeiten.

Für die Beheizung des Gebäudes kam eine Wärmepumpe GEO (10 C) mit Systemspeicher (825 Liter) in Kombination mit drei Erdwärmesonden RAUGEO PE-Xa von jeweils 95 Metern Länge zum Einsatz. Im Haus wird die Energie mithilfe einer REHAU Flächenheizung verteilt, die insgesamt circa 210 Quadratmeter umfasst und für ein angenehmes Wohnklima sorgt. Die Solaranlage auf dem Dach, die eine umweltfreundliche Trinkwassererwärmung ermöglicht, besteht aus drei REHAU SOLECT Wannenkollektoren und ist über einen Wärmeaustauscher in den unteren Teil des Pufferspeichers eingebunden. Die Trinkwarmwasserbereitung erfolgt im Durchflussprinzip (Frischwasserstation 25).

Zur kontrollierten Belüftung tragen insgesamt 75 Meter des Luft-Erdwärmetauschersystems AWADUKT Thermo bei. Mittels der Temperatur des Erdreichs erwärmen die im Boden verlegten Rohre die angesaugte Frischluft im Winter zusätzlich beziehungsweise kühlen sie im Sommer. Damit werden Energiekosten eingespart. Mit seiner speziellen antimikrobiellen Innenschicht leistet AWADUKT Thermo zudem einen Beitrag zu verbesserter Lufthygiene im Gebäude.

Aber nicht nur die Energieeffizienz spielte beim Netto-Plusenergie-Haus in Leonberg eine Rolle, auch dem richtigen Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser wurde großes Augenmerk geschenkt. So führten hohe Ansprüche an die Hygiene der Trinkwasserinstallation zum Einbau von 500 Metern des Installationssystems RAUTITAN. Für eine geräuschlose Entsorgung des anfallenden Abwassers und damit für mehr Wohnqualität sorgt schließlich das schalldämmende Hausabflusssystem RAUPIANO PLUS.

Damit auch Regenwasser im Sinne der Ressourcenschonung sinnvoll genutzt wird, entschied sich der Bauherr zusätzlich für das Regenwassernutzungssystem RAURAIN. Hier wird in einem 5.000 Liter Tank Regenwasser zentral gesammelt, über eine Pumpe ins Haus gebracht und steht dort beispielsweise für die Toilettenspülung zur Verfügung. Darüber hinaus wird es für die Gartenbewässerung verwendet.

Erhöhter Wohnkomfort

Neben den Systemen für energieeffizientes Bauen und nachhaltiges Wassermanagement kann das Netto-Plusenergie-Haus auch mit weiteren Systemen überzeugen, die für erhöhten Wohnkomfort sorgen. So wurde unter anderem das zentrale Staubsaugersystem VACUCLEAN eingebaut. Während die zentrale Saugeinheit außerhalb der Wohnräume, im Keller untergebracht wird, befinden sich die Saugdosen an verschiedenen Stellen im Haus. Der Saugschlauch wird dort einfach angeschlossen, der Schmutz eingesaugt und geräuschlos über das schalldämmende Rohrsystem RAUPIANO PLUS zur Saugeinheit transportiert. Die mikrostaubbeladene Saugluft, häufig Auslöser von Allergien, wird sofort ins Freie befördert.

Darüber hinaus bietet das WPC-Terrassensystem RELAZZO im Gartenbereich eine umweltfreundliche Lösung für die Gestaltung der modernen Terrasse. Auch nach Jahren im Alltagseinsatz besticht das Terrassensystem noch durch seine hohen qualitativen Eigenschaften hinsichtlich Farbstabilität, Witterungsbeständigkeit, Riss- und Splitterfreiheit sowie Rutschfestigkeit. Zudem leistet auch das Terrassensystem einen wichtigen Beitrag zu Umweltschutz und Ressourcenschonung, da es zu über 50 Prozent aus heimischen Hölzern aus nachhaltiger Forstwirtschaft besteht.

Energieüberschuss für e-Mobility

Im Netto-Plusenergie-Haus wird die zur Verfügung stehende Energie optimal eingesetzt und genutzt. Dahinter steht ein intelligentes Stromlastmanagement, das einen hohen Eigenstrom-Nutzungsanteil für Stromverbraucher, wie Wärmepumpe, Lüftungsanlage Haushaltsgeräte oder die Beleuchtung anstrebt. Zusätzlich wird es durch eine Gebäudeleittechnik unterstützt und mittels verschiedener Instrumente überwacht. Mögliche Überschüsse aus der solaren Stromerzeugung werden schließlich direkt in Elektrofahrzeugen (Klein-Pkw Smart und E-Roller) genutzt und finden damit sogar außerhalb des Hauses eine sinnvolle und Ressourcen schonende Verwendung.

Quelle:REHAU AG + Co
Otto-Hahn-Str. 2
D-95111 Rehau
www.rehau.de

Wienerberger & Viessmann Starke Partnerschaft für energieeffiziente Hauskonzepte

- e4-Konzept von Wienerberger - Orientierungshilfe im Anforderungsdschungel von Energieeffizienz im Hausbau - Kooperation mit Viessmann Gruppe im Bereich der Heizungstechnik ermöglicht optimale Abstimmung aller Systemkomponenten - Massive Gebäudehülle aus Ziegel von Wienerberger und effiziente Heizungstechnik von Viessmann als optimale Voraussetzung für energieeffizientes und klimaschonendes Bauen

Wien, 09. Februar 2011 - Klimawandel, knappe Ressourcen und steigende Energiepreise zählen zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Der moderne Hausbau kann einen wesentlichen Beitrag leisten, diese Herausforderungen zu meistern. Seit vielen Jahren widmet sich die Wienerberger AG, weltweit größter Ziegelproduzent und Nummer 1 bei Tondachziegel in Europa, dem Thema "Energieeffizientes Bauen und Nachhaltigkeit". Neben der Forschung zur Optimierung bestehender Produkte beziehungsweise der Entwicklung von hochwärmedämmenden Ziegel und effizienten Bausystemen einer neuen Generation, beschäftigt sich die Gruppe im Bereich energieeffizienter und zugleich wirtschaftlicher Hauskonzepte.
Wienerberger entwickelt e4-Konzept für energieeffiziente und wirtschaftliche Gebäude Vor diesem Hintergrund hat Wienerberger das e4-Konzept für energieeffiziente Gebäude entwickelt. Vier Faktoren spielen dabei eine zentrale Rolle: - eine hochwärmedämmende und massive Gebäudehülle aus Ziegel, - gesundes Wohnklima und hohe Lebensqualität durch natürliche Baustoffe, - effiziente, klimaschonende und komfortable Heizungstechnik für alle Energieträger von Partnerunternehmen, - und dabei leistbare Bau- sowie geringste Betriebs- und Instandhaltungskosten.
Systemlösungen mit massiver, hochwärmedämmender Gebäudehülle aus Ziegel und modernster Heizungstechnik Aufgrund verschiedener Bautraditionen und klimatischer Bedingungen in den einzelnen europäischen Ländern sowie der Vielzahl an Anforderungen und Normen, wird es national unterschiedliche Ausprägungen und Formen des e4-Konzeptes geben wie beispielsweise das "Wienerberger Tonhaus" in Deutschland. Wienerberger stellt damit Bauherren, Baumeistern, Architekten und Planern unkomplizierte, einfach zu realisierende und individuell anpassbare Gesamtlösungen zur Verfügung. Diese sind von der Planung über die Umsetzung bis zum Betrieb durchdacht. Basis ist dabei immer eine massive Gebäudehülle aus innovativen hochwärmedämmenden Ziegeln von Wienerberger, die optimalen Wärmeschutz, hohe Speichermasse und wärmebrückenfreie Anschlüsse sowie ein natürliches, gesundes Raumklima bieten.
Viessmann Gruppe - Systempartner für Haustechnik Kombiniert wird die Ziegelbauweise mit effizienter und klimaschonender Anlagentechnik der Viessmann Gruppe, die ihren Stammsitz in Allendorf (Eder) hat. Der international führende Heiztechnikhersteller konnte als Partner für das hochwertige Hauskonzept gewonnen werden. Viessmann bietet mit seinem Komplettprogramm für alle Energieträger und Anwendungsbereiche individuelle Lösungen und ideal abgestimmte Systemkomponenten auch für erneuerbare Energien an.
Orientierungshilfe für Bauherren und Bauschaffende: einfach realisierbare und individuell anpassbare Gesamtlösungen inklusive Produktempfehlungen Heimo Scheuch, CEO der Wienerberger AG, erläutert die Beweggründe: "Unsere Vision sind gesunde, energieeffiziente und nachhaltige Gebäude, die attraktiv und leistbar sind. Wir bieten unseren Kunden gemeinsam mit Partnern Gebäudekonzepte aus einer Hand, die ein perfektes Zusammenspiel von hochwärmedämmender Gebäudehülle und zukunftsweisenden Heizsystemen garantieren. Wir treten dabei nicht als Bauträger auf, sondern liefern einfach zu realisierende, individuell anpassbare Gesamtlösungen und die entsprechenden Produktempfehlungen gleich mit. Realisiert werden die Gebäude weiterhin von Experten, also Baumeistern, Architekten und Planern. Wir stellen hiermit eine wichtige Orientierungshilfe im Dschungel unterschiedlichster Anforderungen zur Verfügung. Für diesen Ansatz haben wir Experten aus der Forschung sowie aus anderen Industriesparten ins Boot geholt. Ich freue mich daher besonders, dass wir in der Viessmann Gruppe einen starken Partner gefunden haben, mit dem wir in einigen Ländern u.a. in Polen, Österreich, Deutschland und Kroatien bereits erfolgreich starten konnten. Gemeinsam werden wir die Zukunft des Bauens weiterentwickeln."
Gebäudehülle und Heiztechnik sind ein integriertes System Stefan Heer, CSO und Mitglied des Verwaltungsrates der Viessmann Werke GmbH & Co. KG, betont: "Gebäude müssen bei Energieeffizienz und CO2-Emissionen hohe Anforderungen erfüllen. Dies nicht nur im Interesse eines wirtschaftlichen Betriebs, sondern auch, um den gesetzlichen Vorgaben gerecht zu werden. So macht die Energy Performance of Building Directive auf europäischer Ebene strenge Vorgaben, die zurzeit in nationales Recht der Mitgliedsstaaten umgesetzt werden und die in wenigen Jahren erfüllt werden müssen." Heer weiter: "Die Konsequenz daraus ist, dass jedes neue Haus von vornherein als integriertes System, bestehend aus Gebäudehülle und Anlagentechnik, betrachtet und entsprechend geplant werden muss. Nur dann kann es den gestellten Anforderungen ohne nachträglichen Mehraufwand gerecht werden." Für Wienerberger und Viessmann liege es nahe, die in beiden Häusern vorhandenen Stärken zu bündeln. "So haben wir ein einfaches Baukastensystem entwickelt, das mit einer sehr überschaubaren Anzahl vorkonfigurierter Module die komplette Bandbreite sinnvoller technischer Möglichkeiten abbildet. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Entscheidung für einen Brennwertwärmeerzeuger, einen Biomassekessel oder eine Wärmepumpe fällt. Natürlich sind auch Anlagenmodule wie Solaranlagen oder Lüftungssysteme, die in gut gedämmten Häusern heute obligatorisch sind, in das Konzept einbezogen", so das Verwaltungsratsmitglied.
e4-Konzept entspricht EU-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden Mit dem e4-Konzept will Wienerberger das Bewusstsein für eine ganzheitliche Betrachtung - vom eingesetzten Energieträger über die Bauweise bis hin zum Primärenergieverbrauch unter Einbeziehung aller relevanten Kosten - schärfen. Nur so können Bauherren bei Planung, Realisierung und Betrieb eines Hauses einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, der auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Durch diesen umfassenden Ansatz entspricht das e4-Konzept der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (RICHTLINIE 2010/31/EU DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 19. Mai 2010 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden). Diese schreibt für zukünftige Gebäude "Fast-Null-Energie"-Standards, den Gesamtprimärenergiebedarf als Schlüsselkennzahl zur Bewertung sowie ein "Kostenoptimales Niveau" vor.
Mehr zu Wienerberger unter www.wienerberger.com. Mehr über die Viessmann Gruppe unter www.viessmann.com.
Quelle: Karin Hofmann, Head of Public Relations Wienerberger AG T +43 1 60192-484 | communication@wienerberger.com





Energiegipfel der Staats- und Regierungschefs der EU / VKU: Europäische Energiepolitik vor entscheidender Wende

Brüssel (ots) – Die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten legten heute im Europäischen Rat die Grundlagen der künftigen EU-Energiepolitik fest. Im Wesentlichen geht es dabei um den Ausbau der Energieinfrastruktur sowie um die Förderung der Energieeffizienz. Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Hans-Joachim Reck, begrüßt die Entscheidung: “Die Beschlüsse des Europäischen Rates sind wegweisend für die künftige europäische Energiepolitik und damit auch für Deutschland.”
Fortschritte erzielte der Europäische Rat vor allem im Bereich der Energieinfrastruktur, insbesondere in Fragen des Netzausbaus. Dieser schreitet bisher in Europa nur schleppend voran. Die bisher 80 Kuppelstellen sind nicht ausreichend für einen grenzübergreifenden Stromtransport ausgelegt. Für den zügigen Netzausbau haben sich die Staats- und Regierungschefs somit auf eine schnelle Umsetzung der Genehmigungsverfahren sowie auf einen Rahmen zur Finanzierung geeinigt. Kommissar Oettinger schlägt dafür unter anderem Eurobonds vor. Reck befürwortet die Initiative des Europäischen Rates, fordert jedoch: “Sowohl die Finanzierung als auch die Genehmigungsverfahren müssen ebenso für die Verteilnetze gelten.”
Das Bekenntnis zum Ausbau der Energieinfrastruktur bereitet den Weg zur heute getroffenen Entscheidung, die Erneuerbaren bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent auszubauen. Reck begrüßt diesen Beschluss, sieht jedoch Deutschland gefordert: “Der Europäische Rat hat mit der heutigen Entscheidung wichtige Aussagen getroffen. Für die Umsetzung sind jetzt die einzelnen EU-Mitgliedstaaten gefragt.” Auch in Bezug auf die Energieeffizienz sieht der VKU seine Forderungen bestätigt: So werden künftig die Rahmenbedingungen zur Stärkung energieeffizienter Technologien verbessert. VKU Hauptgeschäftsführer Reck sagt dazu: “Damit kommt insbesondere zukunftsfähigen Lösungen wie der Kraft-Wärme-Kopplung eine größere Bedeutung zu.”
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.400 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit über 240.000 Beschäftigten wurden 2008 Umsatzerlöse von rund 92 Milliarden Euro erwirtschaftet und etwa 8,8 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 54,2 Prozent in der Strom-, 51,4 Prozent in der Erdgas-, 77,5 Prozent in der Trinkwasser-, 53,6 Prozent in der Wärmeversorgung und 11,8 Prozent in der Abwasserentsorgung.
Pressekontakt:
Carsten Wagner
Bereichsleiter Presse und Kommunikation
Pressesprecher
Verband kommunaler Unternehmen e.V.
Hausvogteiplatz 3 – 4
10117 Berlin
Fon +49 30 58580-220
Mobil +49 170 8580-220
Fax +49 30 58580-100
carsten.wagner@vku.de
www.vku.de

Hundert Prozent saubere Energie bis 2050 möglich Hundert Prozent saubere Energie bis 2050 möglich

Der gesamte Energiebedarf der weltweiten Bevölkerung kann bis 2050 aus sauberen, sicheren und erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden - und das trotz Wirtschaftswachstum und steigender Bevölkerungszahl. Das ergab der neue WWF-Energiereport http://wwf.at. Atomstrom, Gentechnik und Energie aus nicht nachhaltig gewonnener Biomasse wären dann nicht mehr notwendig. Elektromobilität, Energieeffizienz und intelligente Stromnetze sind die "grüne" Lösung für den Energiebedarf.
Energienachfrage um 15 Prozent geringer

"Die ökologische Energiezukunft ist bis Mitte des Jahrhunderts möglich und die Kosten für die weltweite Umstellung amortisieren sich für die Weltwirtschaft ab dem Jahr 2040", so Annabella Musel, WWF-Klimaexpertin. Die Umstellung sei aber nicht nur aus Klimaschutzgründen notwendig. Öl und Gas werden immer knapper, die Preise und die Abhängigkeit der Förderländer steigen immer mehr. Zudem leben 1,4 Mrd. Menschen ohne sicheren Elektrizitätszugang.

Laut Studie kann die Energienachfrage durch konsequente Energieeffizienzmaßnahmen bis 2050 um 15 Prozent sinken, obwohl die weltweite Bevölkerungszahl auf neun Milliarden steigen wird. Dabei gehen die Autoren der Studie von den bereits heute verfügbaren Technologien und deren Weiterentwicklung in den kommenden Jahren aus. "Nach der globalen Energievision des WWF kann der Ausstoß von Treibhausgasen um 80 Prozent reduziert werden", erklärt Musel.

Wirtschaft und Bevölkerung gefordert

Um eine ökologische Energiezukunft zu ereichen, sind laut Musel Umstellungen in der Elektrizität aus erneuerbaren und umweltfreundlichen Energien notwendig. "Ebenso sind Energieeffizient -und Energiesparmaßnahmen bei Gebäuden und Verkehr gefordert. Für Österreich liegt die Sanierungsquote von Gebäuden nur bei einem Prozent. Notwendig sind mindestens zwei bis drei Prozent", sagt Musel gegenüber pressetext.

Die Bevölkerung ist ebenfalls zum Handeln aufgerufen. Die Klimaexpertin rät zu energiesparenden Geräten im Haushalt, mehr Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und regionalem Einkauf. Um das Wirtschaftswachstum zu garantieren, müssen sich auch die Lebensgewohnheiten ändern. Der Report schlägt vor, den Fleischkonsum in den OECD-Ländern zu halbieren und in den ärmeren Ländern um ein Viertel zu erhöhen. Dies hätte auch positive Folgen für die Globalgesundheit, so der Bericht.

Sofortiges Handeln für Umstellung notwendig

Laut Energie-Report betragen die Kosten für die Umstellung ein bis 3,5 Bio. Euro jährlich in den kommenden 25 Jahren. Ab dem Jahr 2040 dreht sich die Kostenspirale um und der ökonomische Gewinn steigt bis 2050 auf vier Bio. Euro im Jahr. Die jährlichen Gesamtkosten für die Umstellung betragen dabei nie mehr als zwei Prozent des Welt-Bruttoinlandsprodukts.

Musel hofft, dass der Energiereport für Politik und Wirtschaft ein Anreiz zu Diskussion und Handeln ist. Um die nötigen Umstellungen in der Weltwirtschaft zu erreichen und den Klimawandel zu beenden, fordert der WWF rasch einen verbindlichen Aktionsplan der Weltgemeinschaft. "Die Staats- und Regierungschefs müssen begreifen, dass der vorgeschlagene Weg in eine nachhaltige Zukunft für die Menschheit schon heute beschlossen werden muss, um die Weichen frühzeitig stellen zu können", so Musel. (Ende)




Aussender: pressetext.redaktion
Redakteur: Christina Rettenmoser
email: rettenmoser@pressetext.com
Tel. +43-676-88666531

Vollständige Stromversorgung durch erneuerbare Energien bis 2050 --

SRU übergibt Bundesumweltminister Röttgen Sondergutachten

Der Vorsitzende des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU), Prof. Dr. Faulstich, hat heute Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen das Sondergutachten „Wege zur 100% erneuerbaren Stromversorgung“ überreicht. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eine vollständig auf erneuerbaren Energien beruhende Stromversorgung in Deutschland bis 2050 möglich ist. Umweltminister Dr. Norbert Röttgen: „Das Sondergutachten ist ein wichtiger Beitrag zur Diskussion um eine nachhaltige Energie- und Umweltpolitik. Die Bundesregierung hat sich mit dem Energiekonzept bereits ein sehr ehrgeiziges Ausbauziel gesetzt: Wir wollen im Jahr 2050 einen Anteil von 80% erneuerbare Energien an der Stromversorgung erreichen. Das SRU-Gutachten zeigt, dass dies erreichbar ist.“

Das Sondergutachten zeigt in verschiedenen Szenarien, wie eine vollständig erneuerbare Stromversorgung in Deutschland möglich ist. Dabei werden die Hauptvarianten einer rein nationalen Ausbaustrategie, eines Verbunds mit Dänemark und Norwegen sowie einer europäischen Lösung unter Einschluss Nordafrikas untersucht. Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung der in den Szenarien aufgezeigten Entwicklung sind neben dem starken Ausbau der erneuerbaren Energien insbesondere die Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau von Netz- und Speicherkapazitäten.

Umweltminister Dr. Norbert Röttgen: „Das Gutachten des SRU identifiziert mit der erforderlichen Steigerung der Energieeffizienz und dem Ausbau der Infrastruktur die zentralen Herausforderun-gen auf dem Weg in ein regeneratives Zeitalter. Die Bundesregierung hat hierzu im Energiekonzept bereits umfangreiche Maßnahmen beschlossen. So werden im Rahmen des 10-Punkte-Sofortprogramms bis Ende dieses Jahres u. a. Vorschriften für eine deutschlandweite Netzbauplanung, ein 5-Milliarden-Kreditprogramm „Offshore-Windenergie“ und eine Befreiung neuer Speicherkraftwerke von Netzentgelten umgesetzt“.

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) ist ein wissenschaftlich unabhängiges Beratungsgremium der Bundesregierung. Neben dem alle vier Jahre zu erstellenden umfassenden Hauptgutachten erarbeitet der SRU Sondergutachten zu Einzelfragen sowie Stellungnahmen und aktuelle Kommentare zur Umweltpolitik.

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Hrsg: BMU-Pressereferat, Alexanderstraße 3, 10178 Berlin

Redaktion: Dr. Christiane Schwarte (verantwortlich)

Thomas Hagbeck, Jürgen Maaß, Frauke Stamer

Tel.: 030 18 305-2010. Fax: 030 18 305-2016

E-Mail: presse@bmu.bund.de - Internet: http://www.bmu.de/presse

Bundesumweltministerium startet Bewerbungsrunde für innovative Klimaschutzprojekte

Nationale Klimaschutzinitiative

Das Bundesumweltministerium hat heute (Freitag) eine Förderinformation für innovative Klimaschutzprojekte veröffentlicht. Damit startet eine neue Be-werbungsrunde im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Gefördert werden ambitionierte und innovative Projekte, die dazu beitragen, die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen. Im Mittelpunkt stehen die Themen Wirtschaft, Verbraucher und Bildung. Projektskizzen können bis zum 31. März 2011 eingereicht werden.


Mit den „Informationen zur Förderung von Klimaschutzprojekten für die Bereiche Wirtschaft, Verbraucher und Bildung“ will das BMU soziale, institutionelle und technische Innovationen fördern. Die geförderten Projekte sollen sich am Leitbild „100 Prozent Klimaschutz“ orientieren.



Im Energiekonzept vom 28. September 2010 hat die Bundesregierung ihren Fahrplan für die Minderung des Treibhausgas-Ausstoßes aufgestellt: Dieser sollen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent, bis 2030 um 55 Prozent, bis 2040 um 70 Prozent und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent unter das Niveau von 1990 sinken. Die Nationale Klimaschutzinitiative ist ein zentraler Baustein, um dieser Ziele zu erreichen. Sie dient der Umsetzung des integrierten Energie- und Klimaschutzprogramms. Damit setzt das BMU seit 2008 die Einnahmen aus dem Handel mit Emissionszertifikaten direkt für den Klimaschutz ein und mobilisiert flächendeckend alle gesellschaftlichen Akteure, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.



Weitere Informationen zur Förderinformation unter www.bmu-klimaschutzinitiative.de,

direkter Link www.bmu.de/klimaschutzinitiative/downloads/doc/41782.php





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