Bundestag beschließt Anpassung der Fördersätzefür Solarstrom im EEG
Labels: EEG, PV, Solar, Solarstrom, Solarstromanlagen, Solarthermie, Sonnenenergie, Sonnenstrom
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1.)
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Das Gesetz tritt zum 1.4.2012 in
Kraft.
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Vereinfachung der Vergütungsklassen und Größenbegrenzung: Für Dachanlagen gibt es nur noch drei Vergütungsklassen: Anlagen bis 10 kW installierter Leistung, bis 1000 kW und über 1000 kW. Freiflächenanlagen erhalten eine einheitliche Vergütung. Anlagen größer als 10 MW erhalten keine Vergütung. |
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Einmalabsenkung: Die für Juli 2012 erwartete Absenkung der Einspeisevergütung um 15% wird vorgezogen und um eine Sonderdegression ergänzt. Für Anlagen, die ab dem 1.4.2012 in Betrieb genommen werden, gelten die in der folgenden Tabelle dargestellten Vergütungssätze. Vertrauensschutz / Übergangsbestimmungen:
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Verstetigung der Degression: Die Vergütungssätze werden ab dem 1.5.2012 monatlich um 1% gegenüber dem jeweiligen Vormonat abgesenkt. Dies entspricht einer jährlichen Absenkung von ca. 11,4% (Basisdegression), wenn beim Zubau der Zielkorridor eingehalten wird. Zielkorridor und zubauabhängige Steuerung („atmender Deckel“): Der Zielkorridor für den Zubau an Solaranlagen beträgt für die Jahre 2012 und 2013 jeweils 2.500 bis 3.500 MW. Danach verringert sich der Zielkorridor jährlich um 400 MW und wird im Jahr 2017 900 bis 1.900 MW betragen. Die Degressionsschritte werden alle drei Monate angepasst und in Monatsschritten umgesetzt. Eine Anpassung erfolgt erstmals zum 1.11.2012 auf Basis des Zubaus in den Monaten Juli bis September 2012, der auf zwölf Monate hochgerechnet wird. Um jahreszeitliche Schwankungen auszugleichen, erhöht sich in der Folge der Bezugszeitraum, der als Grundlage für die Berechnung der Degression dient: Basis für die Berechnung der Degression ab dem 1.2.2013 ist der Zubau von Juli 2012 bis Dezember 2012, wiederum hochgerechnet auf zwölf Monate. Basis für die Berechnung der Degression ab dem 1.5.2013 ist der Zubau von Juli 2012 bis März 2013, wiederum hochgerechnet auf zwölf Monate. Für die Berechnung der Degression ab dem 1.8.2013 kann erstmalig ein volles Jahr – vom 1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2013 – als Bezug genommen werden. In der Folge werden jeweils die zurückliegenden zwölf Monate für die Berechnung der Degression verwendet. Ein Monat wird zudem als Puffer benötigt, damit die Bundesnetzagentur den Zubau und die neuen Vergütungssätze ermitteln kann. Somit ist der Zeitraum vom 1.10.2012 bis zum 30.09.2013 für die Berechnung der Degression ab dem 1.11.2013 usw. relevant. Wichtig bei dem neuen „atmenden Deckel“ ist, dass bei deutlicher Unterschreitung des Zielkorridors die Degression ausgesetzt bzw. die Vergütungssätze sogar erhöht werden. Anbei eine grafische Übersicht der zubauabhängigen prozentualen Degressionsschritte: |
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Marktintegrationsmodell und Eigenverbrauchsbonus: Pro Jahr wird nur ein Teil der gesamten erzeugten Strommenge vergütet:
Die unvergütete Strommenge kann selbst verbraucht, direkt vermarktet oder dem Netzbetreiber zum Verkauf an der Börse angedient werden. Der Eigenverbrauchsbonus entfällt. |
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Anlagen auf Nicht-Wohngebäuden im Außenbereich: Solaranlagen im Außenbereich erhalten grds. nur dann noch die Dachflächenvergütung, wenn die Anlage auf Wohn- oder Stallgebäuden oder im Zusammenhang mit einem landwirtschaftlichen Gehöft errichtet wird. Solaranlagen auf bereits errichteten Gebäuden erhalten weiterhin die Dachflächenvergütung. |
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7.) |
Einengung des Inbetriebnahmebegriffs: Der Begriff der Inbetriebnahme wird enger gefasst. Ab dem 1.4.2012 reicht es nicht mehr aus, dass ein Modul Strom erzeugt hat. Es muss vielmehr an seinem bestimmungsgemäßen Ort fest installiert und mit einem Wechselrichter ausgestattet sein (technische Inbetriebnahme). Diese Regelung betrifft auch Dachanlagen und Freiflächenanlagen, für die die Bestimmungen zum Vertrauensschutz (vgl. Punkt 3) gelten, d.h. für alle Anlagen gilt ab 1.4.2012 der technische Inbetriebnahmebegriff. |
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Einbeziehung der PV-Anlagen ins Einspeisemanagement: PV-Anlagen erhalten noch bis zum 1.1.2013 Zeit, technische Einrichtungen für die Abregelung ihrer Leistung einzubauen. Ab dem 1.1.2013 müssen solche Einrichtungen installiert sein, so dass die Anlagen in das Einspeisemanagement einbezogen werden können.
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Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Katherina Reiche, hat sich für eine stärkere Bürgerbeteiligung beim Ausbau der Stromnetze ausgesprochen. „ Durch eine frühzeitige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger kann die Akzeptanz für den Ausbau der Stromnetze erhöht werden. Dies ist von zentraler Bedeutung für einen beschleunigten Netzausbau. Hier sind die Netzbetreiber und die Politik gemeinsam gefragt“, sagte Reiche anlässlich eines Gesprächs mit Bürgerinitiativen über Wege zur Beschleunigung des Netzausbaus.
Der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Ausbau der Stromnetze sind zwei Seiten einer Medaille. „Wir brauchen neue Stromnetze, um den dezentral erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien zu den Stromverbrauchern zu bekommen.“, so Reiche.
„Die Bundesregierung wird mit der Einführung des Bundesnetzplanes erstmals eine öffentliche Netzausbauplanung unter breiter Beteiligung der Öffentlichkeit durchführen. Beides wird die Akzeptanz des Netzausbaus deutlich steigern und den für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien unverzichtbaren Netzausbau beschleunigen“, betonte die Staatssekretärin.
Der heute aufgenommene Dialog mit den Bürgerinitiativen soll mit dem Ziel fortgesetzt werden, gemeinsam Bausteine für einen beschleunigten Netzausbau zu entwickeln und die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen zu begleiten. Dabei wird die Weiterentwicklung des Verfahrens der Netzausbauplanung und der Prüfung von Trassenalternativen genauso eine Rolle spielen wie der Einsatz innovativer Technologien, beispielsweise von Erdkabel oder Gleichstromübertragungsleitungen oder die Verbesserung der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Ergebnisse dieses Dialoges sollen sowohl in das Forum Netzintegration der Deutschen Umwelthilfe als auch in die Arbeit der Bundesregierung zur Umsetzung des Energiekonzeptes einfließen.
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Katherina Reiche: Gute Perspektiven für Solarstrom aus Marokko
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Katherina Reiche, hat die Bedeutung von Solarenergie in Marokko für die zukünftige Energieversorgung Marokkos sowie für Europa und Deutschland hervorgehoben. „Marokko ist ein wichtiger Partner für die Entwicklung und Realisierung des Mittelmeersolarplanes und der Desertec-Initiative, die von der Bundesregierung begrüßt und unterstützt werden“, sagte Reiche zur Eröffnung der Tagung „Marokko – Partnerland für erneuerbare Energien“ in Berlin.
Das Energiekonzept der Bundesregierung betont die Kooperation Deutschlands mit den Ländern Nordafrikas. Gemäß den vorliegenden Szenarien zur Energieversorgung bis 2050 wird Deutschland einen gewissen Anteil erneuerbaren Stroms aus Importen, zum Beispiel aus den Ländern Nordafrikas, beziehen, um damit die Kostenvorteile der hohen Sonneneinstrahlung in Ländern wie Marokko zu nutzen. Um dies mittel- bis langfristig zu realisieren, hat die EU-Richtlinie zu erneuerbaren Energien aus dem Jahr 2009 mit Artikel 9 bereits eine Grundlage geschaffen, die mit konkreten Abkommen auszufüllen ist. „Dazu werden wir in diesem Jahr eine Strategie erarbeiten und diese sowohl mit anderen EU-Mitgliedern als auch mit Marokko erörtern“, sagte Reiche im Beisein der marokkanischen Energieministerin Amina Benkhadra. Dazu unterzeichneten beide eine gemeinsame Kooperationserklärung.
Das Bundesumweltministerium hatte mit drei Studien des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu solarthermischer Stromerzeugung die maßgeblichen wissenschaftlichen Grundlagen für die Desertec-Vision gelegt, um mit erneuerbarem Strom aus der Wüste Innovation, Beschäftigung und wirtschaftliches Wachstum zu fördern, und zwar sowohl in den Ländern Nordafrikas selbst als auch im Verhältnis zu den europäischen Staaten. „Diese gemeinsame Win-Win-Situation mit der Ansiedlung europäischer Unternehmen in Marokko und entsprechenden Forschungsplattformen für die Weiterentwicklung der Technologien und damit die gemeinsame Kostenreduktion sind uns sehr wichtig“, betonte die Parlamentarische Staatssekretärin.
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Sonne gratis, die kostenfreie Heizidee
Metropolregion Nürnberg/Weißenohe, Januar 2011. Gute Nachrichten in der Solarbranche: Energie sparen mit dem Warmluftkollektor. Sonnenenergie gratis, für Ihren Wohnraum mit Warmluftkollektoren für Fassade und Dach. Solar-Luft-Kollektoren setzen Sonnenenergie über das Medium Luft in Wärme um. Die solar erwärmte Luft wird direkt zum Heizen, Lüften und Trocknen genutzt. Beim Heizen mit Luft ist bereits eine Temperatur von 15°C effektiv nutzbar. Diese erzielt ein Luftkollektor schon bei geringer Einstrahlung. Luftkollektoren zeichnen sich durch einen hohen Wirkungsgrad aus. Das Luftkollektor System kann an der Wand oder auf dem Dach für unterschiedlichste Anwendungen von der Trocknung bis zur Hallenheizung eingesetzt werden. Da die Wintersonne meist tief steht, erzeugen Luftkollektoren im Winter viel Energie und sparen Heizkosten. Mit dem Solarluftkollektor kommt die frische, vorgewärmte Luft in das Haus. iKratos aus Weißenohe bietet das komplette Paket incl. Installation. Eine weitere Möglichkeit ist auch ein Selbstbau: Dipl.-Ing. Stefan Brandt, beschäftigt sich mit dem Themenschwerpunkt solare Heizsysteme. Schwerpunkt bildet die Gebäudebeheizung mit solaren Warmluftkollektoren, um fossile Energieträger zu ersetzten. Der solare Luftkollektor verwendet als Medium Luft, welche im Kollektor erwärmt und mittels Lüfter direkt in die zu beheizenden Räume geblasen wird. Die solaren Luftkollektoren tragen somit direkt zur Energieeinsparung bei und lassen sich problemlos an fast jedes Gebäude nachrüsten. Im Vergleich zum Warmwasserkollektor reagiert ein Luftkollektor schneller auf wechselnde Einstrahlverhältnisse und arbeitet somit auch in der kalten Jahreszeit sehr effektiv. Wirkungsgrade von 50-70 % sind die Regel, der Luftdurchsatz der hier vorgestellten Projekte beträgt bis zu 250 m³/h. Aufgrund Ihrer Einfachheit eignen sich diese Heizsysteme sehr gut für den Selbstbau. Trubadu.de stellt vier Luftkollektoren zum Nachbau vor, die einfach und sehr effektiv die Sonnenenergie in Wärme umwandeln und somit zu erheblichen Energieeinsparungen bei älteren Gebäuden beitragen. In neuen, gut gedämmten und somit fast luftdichten Gebäuden tragen die Luftkollektoren zur Verbesserung des Raumklimas bei. Die geforderten Luftwechselraten werden somit durch die Versorgung mittels frischer vorgewärmter Luft erreicht - die CO2 kritschen Werte für Wohngebäude deutlich unterschritten. Der Warmluftkollektor wird in der Bauanleitung sehr detailliert beschrieben und der Nachbau mit vielen Detailfotos dokumentiert. Die mdr Sendung "Einfach genial" vom 23.11.2010 zum Thema Selbstbau von den Luftkollektoren können Sie hier ansehen: www.youtube.com/watch?v=YJNhgHSVEro Quelle: Dipl.-Ing. Stefan Brandt - solare Luftheizsysteme & Warm-Luftkollektoren www.trubadu.de
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