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Interesse an Energie- und Ressourceneffizienz steigt - Beratungsbranche profitiert


Energie- und Ressourceneffizienz dienen nicht nur dem Klima- und Umweltschutz, sie steigern auch die Wettbewerbsfähigkeit engagierter Unternehmen. Doch dabei bleibt es nicht: Die zunehmenden Bemühungen der deutschen Wirtschaft um nachhaltigere Produktions- und Arbeitsweisen eröffnen auch neue Marktchancen für den Beratungssektor. Drei Viertel aller Beratungsgesellschaften geben an, dass die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit im Beratungsgeschäft steige.

Besonders gilt dies für mittlere und kleine Gesellschaften. Von ihnen betrachten sogar 80 Prozent Nachhaltigkeit als ein zunehmend bedeutsames Geschäftsfeld. Die Bandbreite der Beratungsprojekte im Nachhaltigkeitsbereich ist groß. Sie reicht von der Analyse des ökologischen Fußabdrucks eines Produktes oder Unternehmens bis zur Optimierung der Arbeits- und Produktionsabläufe bei Zulieferbetrieben. Die Zahlen sind das Ergebnis einer Befragung des Verbands Deutscher Unternehmensberater (BDU) unter 700 Beratungsgesellschaften.



Quelle: BDU-Studie, Facts und Figures zum Beratermarkt 2011, 2012, S. 19

Mehr Informationen zur Energiewende: www.bmu.de/energiewende

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Energieeffizient vom Keller bis zum Dach

Politische Rahmenbedingungen und steigende Energiekosten machen Entwicklungen im Bereich des energieeffizienten Bauens unausweichlich. Nicht die aktuell gesetzten Standards der Niedrigenergiegebäude nach der Energieeinsparverordnung schreiben die Zukunft sondern Konzepte wie das Plusenergiegebäude, die schon heute weiter denken Die Grundidee dahinter ist einfach: Die jährliche Energielieferung durch regenerative Energien ist größer als der Gesamtenergiebedarf des Gebäudes. Dachflächen oder Fassaden werden dabei für die Energiegewinnung aus der Sonne eingesetzt. Doch um diese Energie auch effizient nutzen zu können, sind die Schnittstellen zwischen den einzelnen Komponenten maßgeblich. Deshalb entschied sich Univ.-Prof. Dr.-Ing. M. Norbert Fisch, Leiter des Instituts für Gebäude- und Solartechnik (IGS) der TU Braunschweig, der kürzlich das erste Netto-Plusenergie-Gebäude - ein Gebäude als Kraftwerk - im Raum Stuttgart baute, für energieeffiziente Systeme von REHAU.

Das Bauprojekt

In Leonberg, etwa 20 Kilometer von Stuttgart entfernt, entstand das zweigeschossige Netto-Plusenergie-Wohngebäude von Prof. Dr. M. Norbert Fisch. Ziel des Bauherrn war es, zusammen mit dem Ingenieur-Büro EGS-plan aus Stuttgart ein Gebäude zu entwickeln, das die zukünftigen Anforderungen nach energieeffizientem, komfortgerechtem Wohnen und umweltverträglicher Mobilität erfüllen kann und diese Ziele mit anspruchsvoller Architektur verbindet. So basiert das energetische Gesamtkonzept auf der konsequenten Reduzierung des Strom- und Wärmebedarfs durch Lastmanagement, des Einsatzes innovativer Gebäudetechnik und der Nutzung von Sonnenenergie für die Beheizung und Stromversorgung des Gebäudes.

Das im Oktober fertiggestellte, kompakte Haus mit rund 210 Quadratmetern Wohnfläche verfügt über ein nach Süden ausgerichtetes Pultdach, welches flächendeckend mit einer Photovoltaik- (circa 15 kWp) und einer solarthermischen Anlage (circa 7 Quadratmeter) ausgestattet ist. Dies führt in Kombination mit großzügigen Verglasungen und einer sehr gut wärmegedämmten Gebäudehülle zu einem geringen Jahres-Heizenergie- und Heizleistungsbedarf (unter 20 W/m²).

Darüber hinaus spielt auch die optimale Tageslichtnutzung eine große Rolle. So öffnet sich das von den Architekten Berschneider + Berschneider aus Pilsach entworfene Gebäude mit großzügigen Fensterflächen Richtung Süden, wohingegen es sich nach Norden, Osten und Westen eher verschließt. Der Überhitzung in den Sommermonaten wird durch einen außen liegenden Sonnenschutz und die gute Gebäudehülle Rechnung getragen.

Vernetzte Systeme

Ein Netto-Plusenergie-Haus ist vergleichbar mit einem Puzzle: Jede Systemkomponente muss optimal in die nächste greifen. Nur so können Energieverluste vermieden und beste Resultate erzielt werden. Deshalb entschied sich der Bauherr auch für zahlreiche energieeffiziente Systeme aus dem Hause REHAU, die ideal aufeinander abgestimmt sind und besonders effizient arbeiten.

Für die Beheizung des Gebäudes kam eine Wärmepumpe GEO (10 C) mit Systemspeicher (825 Liter) in Kombination mit drei Erdwärmesonden RAUGEO PE-Xa von jeweils 95 Metern Länge zum Einsatz. Im Haus wird die Energie mithilfe einer REHAU Flächenheizung verteilt, die insgesamt circa 210 Quadratmeter umfasst und für ein angenehmes Wohnklima sorgt. Die Solaranlage auf dem Dach, die eine umweltfreundliche Trinkwassererwärmung ermöglicht, besteht aus drei REHAU SOLECT Wannenkollektoren und ist über einen Wärmeaustauscher in den unteren Teil des Pufferspeichers eingebunden. Die Trinkwarmwasserbereitung erfolgt im Durchflussprinzip (Frischwasserstation 25).

Zur kontrollierten Belüftung tragen insgesamt 75 Meter des Luft-Erdwärmetauschersystems AWADUKT Thermo bei. Mittels der Temperatur des Erdreichs erwärmen die im Boden verlegten Rohre die angesaugte Frischluft im Winter zusätzlich beziehungsweise kühlen sie im Sommer. Damit werden Energiekosten eingespart. Mit seiner speziellen antimikrobiellen Innenschicht leistet AWADUKT Thermo zudem einen Beitrag zu verbesserter Lufthygiene im Gebäude.

Aber nicht nur die Energieeffizienz spielte beim Netto-Plusenergie-Haus in Leonberg eine Rolle, auch dem richtigen Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser wurde großes Augenmerk geschenkt. So führten hohe Ansprüche an die Hygiene der Trinkwasserinstallation zum Einbau von 500 Metern des Installationssystems RAUTITAN. Für eine geräuschlose Entsorgung des anfallenden Abwassers und damit für mehr Wohnqualität sorgt schließlich das schalldämmende Hausabflusssystem RAUPIANO PLUS.

Damit auch Regenwasser im Sinne der Ressourcenschonung sinnvoll genutzt wird, entschied sich der Bauherr zusätzlich für das Regenwassernutzungssystem RAURAIN. Hier wird in einem 5.000 Liter Tank Regenwasser zentral gesammelt, über eine Pumpe ins Haus gebracht und steht dort beispielsweise für die Toilettenspülung zur Verfügung. Darüber hinaus wird es für die Gartenbewässerung verwendet.

Erhöhter Wohnkomfort

Neben den Systemen für energieeffizientes Bauen und nachhaltiges Wassermanagement kann das Netto-Plusenergie-Haus auch mit weiteren Systemen überzeugen, die für erhöhten Wohnkomfort sorgen. So wurde unter anderem das zentrale Staubsaugersystem VACUCLEAN eingebaut. Während die zentrale Saugeinheit außerhalb der Wohnräume, im Keller untergebracht wird, befinden sich die Saugdosen an verschiedenen Stellen im Haus. Der Saugschlauch wird dort einfach angeschlossen, der Schmutz eingesaugt und geräuschlos über das schalldämmende Rohrsystem RAUPIANO PLUS zur Saugeinheit transportiert. Die mikrostaubbeladene Saugluft, häufig Auslöser von Allergien, wird sofort ins Freie befördert.

Darüber hinaus bietet das WPC-Terrassensystem RELAZZO im Gartenbereich eine umweltfreundliche Lösung für die Gestaltung der modernen Terrasse. Auch nach Jahren im Alltagseinsatz besticht das Terrassensystem noch durch seine hohen qualitativen Eigenschaften hinsichtlich Farbstabilität, Witterungsbeständigkeit, Riss- und Splitterfreiheit sowie Rutschfestigkeit. Zudem leistet auch das Terrassensystem einen wichtigen Beitrag zu Umweltschutz und Ressourcenschonung, da es zu über 50 Prozent aus heimischen Hölzern aus nachhaltiger Forstwirtschaft besteht.

Energieüberschuss für e-Mobility

Im Netto-Plusenergie-Haus wird die zur Verfügung stehende Energie optimal eingesetzt und genutzt. Dahinter steht ein intelligentes Stromlastmanagement, das einen hohen Eigenstrom-Nutzungsanteil für Stromverbraucher, wie Wärmepumpe, Lüftungsanlage Haushaltsgeräte oder die Beleuchtung anstrebt. Zusätzlich wird es durch eine Gebäudeleittechnik unterstützt und mittels verschiedener Instrumente überwacht. Mögliche Überschüsse aus der solaren Stromerzeugung werden schließlich direkt in Elektrofahrzeugen (Klein-Pkw Smart und E-Roller) genutzt und finden damit sogar außerhalb des Hauses eine sinnvolle und Ressourcen schonende Verwendung.

Quelle:REHAU AG + Co
Otto-Hahn-Str. 2
D-95111 Rehau
www.rehau.de

Hundert Prozent saubere Energie bis 2050 möglich Hundert Prozent saubere Energie bis 2050 möglich

Der gesamte Energiebedarf der weltweiten Bevölkerung kann bis 2050 aus sauberen, sicheren und erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden - und das trotz Wirtschaftswachstum und steigender Bevölkerungszahl. Das ergab der neue WWF-Energiereport http://wwf.at. Atomstrom, Gentechnik und Energie aus nicht nachhaltig gewonnener Biomasse wären dann nicht mehr notwendig. Elektromobilität, Energieeffizienz und intelligente Stromnetze sind die "grüne" Lösung für den Energiebedarf.
Energienachfrage um 15 Prozent geringer

"Die ökologische Energiezukunft ist bis Mitte des Jahrhunderts möglich und die Kosten für die weltweite Umstellung amortisieren sich für die Weltwirtschaft ab dem Jahr 2040", so Annabella Musel, WWF-Klimaexpertin. Die Umstellung sei aber nicht nur aus Klimaschutzgründen notwendig. Öl und Gas werden immer knapper, die Preise und die Abhängigkeit der Förderländer steigen immer mehr. Zudem leben 1,4 Mrd. Menschen ohne sicheren Elektrizitätszugang.

Laut Studie kann die Energienachfrage durch konsequente Energieeffizienzmaßnahmen bis 2050 um 15 Prozent sinken, obwohl die weltweite Bevölkerungszahl auf neun Milliarden steigen wird. Dabei gehen die Autoren der Studie von den bereits heute verfügbaren Technologien und deren Weiterentwicklung in den kommenden Jahren aus. "Nach der globalen Energievision des WWF kann der Ausstoß von Treibhausgasen um 80 Prozent reduziert werden", erklärt Musel.

Wirtschaft und Bevölkerung gefordert

Um eine ökologische Energiezukunft zu ereichen, sind laut Musel Umstellungen in der Elektrizität aus erneuerbaren und umweltfreundlichen Energien notwendig. "Ebenso sind Energieeffizient -und Energiesparmaßnahmen bei Gebäuden und Verkehr gefordert. Für Österreich liegt die Sanierungsquote von Gebäuden nur bei einem Prozent. Notwendig sind mindestens zwei bis drei Prozent", sagt Musel gegenüber pressetext.

Die Bevölkerung ist ebenfalls zum Handeln aufgerufen. Die Klimaexpertin rät zu energiesparenden Geräten im Haushalt, mehr Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und regionalem Einkauf. Um das Wirtschaftswachstum zu garantieren, müssen sich auch die Lebensgewohnheiten ändern. Der Report schlägt vor, den Fleischkonsum in den OECD-Ländern zu halbieren und in den ärmeren Ländern um ein Viertel zu erhöhen. Dies hätte auch positive Folgen für die Globalgesundheit, so der Bericht.

Sofortiges Handeln für Umstellung notwendig

Laut Energie-Report betragen die Kosten für die Umstellung ein bis 3,5 Bio. Euro jährlich in den kommenden 25 Jahren. Ab dem Jahr 2040 dreht sich die Kostenspirale um und der ökonomische Gewinn steigt bis 2050 auf vier Bio. Euro im Jahr. Die jährlichen Gesamtkosten für die Umstellung betragen dabei nie mehr als zwei Prozent des Welt-Bruttoinlandsprodukts.

Musel hofft, dass der Energiereport für Politik und Wirtschaft ein Anreiz zu Diskussion und Handeln ist. Um die nötigen Umstellungen in der Weltwirtschaft zu erreichen und den Klimawandel zu beenden, fordert der WWF rasch einen verbindlichen Aktionsplan der Weltgemeinschaft. "Die Staats- und Regierungschefs müssen begreifen, dass der vorgeschlagene Weg in eine nachhaltige Zukunft für die Menschheit schon heute beschlossen werden muss, um die Weichen frühzeitig stellen zu können", so Musel. (Ende)




Aussender: pressetext.redaktion
Redakteur: Christina Rettenmoser
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Tel. +43-676-88666531

Hessisches Programm zur Energieeffizienz im Mietwohnungsbau verringert CO2-Belastung und stärkt die Wirtschaft

Frankfurt am Main (ots) - Im Jahr 2010: 1.116 Wohnungen energieeffizient modernisiert - 710 Wohnungen energieeffizient neu gebaut

Das von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) und dem Hessischen Umweltministerium im Jahr 2007 ins Leben gerufene Programm "Hessische Energieeffizienzprogramm für Mietwohnungen" wird von Hessens Bürgern gut angenommen, wie Umweltministerin Lucia Puttrich am Mittwoch in Wiesbaden erklärte. Das zeigen die sehr guten Zahlen des Geschäftsjahres 2010.

Insgesamt wurden die Modernisierung von 1.116 Wohnungen und der Neubau von 710 Wohnungen gefördert. Hierfür wurden Zinszuschüsse in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro für ein Darlehensvolumen von rund 60 Millionen Euro zugesagt. Daraus resultierte ein Investitions-volumen von etwa 150 Millionen Euro, das sich vor allem im regionalen Handwerk und in der Bauwirtschaft positiv auswirkte.

Laut Umweltministerin Puttrich wolle die Hessische Landesregierung die energetische Modernisierung in Hessen voranbringen. Deshalb würden in diesem Bereich entsprechende Anreize gesetzt. "Wir wollen die Eigentümer von Mietwohngebäuden ermutigen, in ihrem Wohnungsbestand und vor allem auch beim Neubau von Mietwohnungen energetisch hochwertig zu modernisieren und zu bauen - besser noch als es die gesetzlich festgelegten Standards vorgeben. Denn das nutzt unserem Klima und es nutzt gleichzeitig unserer Wirtschaft", betonte Puttrich. Die regionale Baubranche werde Puttrich zufolge gestärkt. Es seien mittelständische Betriebe und Handwerker aus der Region, die bei Umbaumaßnahmen tätig würden.

In dem Hessischen Programm zur Energieeffizienz im Mietwohnungsbau verbilligt die WI-Bank von ihr bereitgestellte zinsgünstige Darlehen in ausgewählten KfW-Programmen für 5 Jahre um bis zu 0,7%. Finanziert wird in den Bereichen "Energieeffizient Bauen" und "Energieeffizient Sanieren". Diese Zinsverbilligung wird vom Land Hessen und der WIBank gemeinsam ermöglicht. Damit setzt Hessen einen besonderen Akzent zur Unterstützung der Einsparung von Treibhausgasen und Heizenergie.

Seit Beginn des Programms Ende 2007 konnten über 4.000 Wohnungen in Hessen auf höchstem technischen Niveau neu gebaut oder modernisiert werden. Das erfolgreiche Programm wird auch 2011 fortgeführt.

Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) ist eine rechtlich unselbständige Anstalt in der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale - Helaba. Das Institut bündelt nahezu das gesamte öffentliche Fördergeschäft in Hessen. Der Europäische Strukturfonds und die europäische Landwirtschaftsförderung werden hier administriert, die Förderprogramme des Bundes und der Großteil der Programme des Landes Hessen umgesetzt. Darüber hinaus bietet die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen auch eigene Finanzierungs-programme zu einem günstigen Zinssatz an. Dieses Aufgabenspektrum ist in der Landschaft der Förderbanken der Bundesrepublik Deutschland einzigartig.



Pressekontakt:



Claudia Ungeheuer

Leiterin des Referats Öffentlichkeitsarbeit

Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen

Strahlenbergerstraße 11, 63067 Offenbach

Tel.: 069 9132 3716

Mail: claudia.ungeheuer@wibank.de

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