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Interesse an Energie- und Ressourceneffizienz steigt - Beratungsbranche profitiert


Energie- und Ressourceneffizienz dienen nicht nur dem Klima- und Umweltschutz, sie steigern auch die Wettbewerbsfähigkeit engagierter Unternehmen. Doch dabei bleibt es nicht: Die zunehmenden Bemühungen der deutschen Wirtschaft um nachhaltigere Produktions- und Arbeitsweisen eröffnen auch neue Marktchancen für den Beratungssektor. Drei Viertel aller Beratungsgesellschaften geben an, dass die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit im Beratungsgeschäft steige.

Besonders gilt dies für mittlere und kleine Gesellschaften. Von ihnen betrachten sogar 80 Prozent Nachhaltigkeit als ein zunehmend bedeutsames Geschäftsfeld. Die Bandbreite der Beratungsprojekte im Nachhaltigkeitsbereich ist groß. Sie reicht von der Analyse des ökologischen Fußabdrucks eines Produktes oder Unternehmens bis zur Optimierung der Arbeits- und Produktionsabläufe bei Zulieferbetrieben. Die Zahlen sind das Ergebnis einer Befragung des Verbands Deutscher Unternehmensberater (BDU) unter 700 Beratungsgesellschaften.



Quelle: BDU-Studie, Facts und Figures zum Beratermarkt 2011, 2012, S. 19

Mehr Informationen zur Energiewende: www.bmu.de/energiewende

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Energiewende im Plan



Bundesregierung legt Bericht zur Umsetzung des 10-Punkte-Sofortprogramms zum Energiekonzept vor

Die Bundesregierung hat am Mittwoch den von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler und von Bundesumweltminister Norbert Röttgen vorgelegten Bericht zur Umsetzung des 10-Punkte-Sofortprogramms zum Energiekonzept beschlossen. Mit dem Energiekonzept hatte die Bundesregierung im September 2010 zugleich ein 10-Punkte-Sofortprogramm zur Umsetzung besonders wichtiger Maßnahmen beschlossen.

Der überwiegende Teil der Maßnahmen des 10-Punkte-Sofortprogramms ist bereits umgesetzt. Dies gilt etwa für
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das 5-Milliarden-Kreditprogramm „Offshore-Windenergie“,
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die Ermöglichung der Clusteranbindung von Offshore-Parks in Nord- und Ostsee,
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die Anpassung der Seeanlagen-Verordnung,
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die Einrichtung einer Netzplattform für den Dialog mit den wichtigsten Akteuren mit mittlerweile acht Arbeitsgruppen.

Viele weitere Maßnahmen befinden sich in der Umsetzungsphase. Schritt für Schritt werden die Rahmenbedingungen für Investitionen verbessert und Hemmnisse beseitigt. Unabhängig vom 10-Punkte-Sofortprogramm hat die Bundesregierung in der Zwischenzeit zahlreiche weitere Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende auf den Weg gebracht: Vom umfangreichen Gesetzespaket zu Energiewende vom Sommer 2011 bis hin zum neuen Energieforschungsprogramm und der KWKG-Novelle. („Energiewende Aktuell“ berichtete in Ausgabe 01-2012). Das CO2-Gebäudesanierungprogramm wird im laufenden Jahr erneut mit 1,5 Milliarden Euro ausgestattet.

Der Fortschritt der Energiewende ist sichtbar: Im Jahr 2011 stieg der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung erstmals auf 20 Prozent. Damit waren die erneuerbaren Energien 2011 die zweitwichtigste Stromquelle in Deutschland, noch vor Steinkohle oder Kernkraft.

Bei der Energieeffizienz hat Deutschland beträchtliche Fortschritte erreicht: So ist der Energieverbrauch im letzten Jahr trotz des kräftigen Wirtschaftswachstums um mehr als 5% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Auch unter Berücksichtigung der milden Witterung hat sich die Energieeffizienz um 3% erhöht.

Vollständigen Bericht herunterladen: www.bundesregierung.de

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Erneuerbare Energien schaffen Arbeit



382.000 Jobs im Jahr 2011 - 137 % Anstieg innerhalb von 7 Jahren

Der Boom der erneuerbaren Energien in Deutschland belebt weiterhin den Arbeitsmarkt. Nach einer jetzt veröffentlichten Studie waren im Jahr 2011 rund 382.000 Personen in der Branche der erneuerbaren Energien beschäftigt – ein Anstieg von 137 % gegenüber 2004, dem Jahr der ersten vergleichbaren Untersuchung. Selbst im Vergleich zum herausragenden Niveau des Jahres 2010 ist ein weiterer Zuwachs von vier Prozent zu verzeichnen. Rund drei Viertel der für 2011 ermittelten Arbeitsplätze lassen sich auf die Wirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zurückzuführen, das damit zu den Beschäftigungsmotoren in Deutschland gehört.

Mit 125.000 der Branche zuzurechnenden Beschäftigten leistete die Solarenergie erstmalig den größten Beitrag zur Gesamtbeschäftigung aus erneuerbaren Energien. Etwa 111.000 und damit gute 3.000 mehr als im Vorjahr entfielen auf den Bereich der Photovoltaik (PV). Von einem Einbruch der PV-Branche aufgrund abschmelzender Förderung kann daher keine Rede sein. Auf die Solarwirtschaft folgen die Biomasse (rd. 124.000 Beschäftigte) und die Windenergie (rd. 101.000 Beschäftigte). In der Windenergie ist der Arbeitsplatzzuwachs mit 5.000 neuen Stellen innerhalb eines Jahres am deutlichsten ausgefallen. Dies reflektiert den zuletzt deutlichen Zuwachs der Windkraftkapazitäten in Deutschland (siehe Energiewende Aktuell Nr. 4).



Die Studie erfasst alle mit der Bereitstellung erneuerbarer Energien verbundenen Arbeitsplätze (d.h. Forschung, Entwicklung, Herstellung und Nutzung). Das betrifft die Bereiche Strom, Wärme und Kraftstoffe. Sie ist das Ergebnis eines vom Bundesumweltministerium geförderten Forschungsvorhabens der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS, Osnabrück; Projektleitung), des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW, Berlin), des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR, Stuttgart) sowie des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW, Stuttgart).


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Energieeffizient vom Keller bis zum Dach

Politische Rahmenbedingungen und steigende Energiekosten machen Entwicklungen im Bereich des energieeffizienten Bauens unausweichlich. Nicht die aktuell gesetzten Standards der Niedrigenergiegebäude nach der Energieeinsparverordnung schreiben die Zukunft sondern Konzepte wie das Plusenergiegebäude, die schon heute weiter denken Die Grundidee dahinter ist einfach: Die jährliche Energielieferung durch regenerative Energien ist größer als der Gesamtenergiebedarf des Gebäudes. Dachflächen oder Fassaden werden dabei für die Energiegewinnung aus der Sonne eingesetzt. Doch um diese Energie auch effizient nutzen zu können, sind die Schnittstellen zwischen den einzelnen Komponenten maßgeblich. Deshalb entschied sich Univ.-Prof. Dr.-Ing. M. Norbert Fisch, Leiter des Instituts für Gebäude- und Solartechnik (IGS) der TU Braunschweig, der kürzlich das erste Netto-Plusenergie-Gebäude - ein Gebäude als Kraftwerk - im Raum Stuttgart baute, für energieeffiziente Systeme von REHAU.

Das Bauprojekt

In Leonberg, etwa 20 Kilometer von Stuttgart entfernt, entstand das zweigeschossige Netto-Plusenergie-Wohngebäude von Prof. Dr. M. Norbert Fisch. Ziel des Bauherrn war es, zusammen mit dem Ingenieur-Büro EGS-plan aus Stuttgart ein Gebäude zu entwickeln, das die zukünftigen Anforderungen nach energieeffizientem, komfortgerechtem Wohnen und umweltverträglicher Mobilität erfüllen kann und diese Ziele mit anspruchsvoller Architektur verbindet. So basiert das energetische Gesamtkonzept auf der konsequenten Reduzierung des Strom- und Wärmebedarfs durch Lastmanagement, des Einsatzes innovativer Gebäudetechnik und der Nutzung von Sonnenenergie für die Beheizung und Stromversorgung des Gebäudes.

Das im Oktober fertiggestellte, kompakte Haus mit rund 210 Quadratmetern Wohnfläche verfügt über ein nach Süden ausgerichtetes Pultdach, welches flächendeckend mit einer Photovoltaik- (circa 15 kWp) und einer solarthermischen Anlage (circa 7 Quadratmeter) ausgestattet ist. Dies führt in Kombination mit großzügigen Verglasungen und einer sehr gut wärmegedämmten Gebäudehülle zu einem geringen Jahres-Heizenergie- und Heizleistungsbedarf (unter 20 W/m²).

Darüber hinaus spielt auch die optimale Tageslichtnutzung eine große Rolle. So öffnet sich das von den Architekten Berschneider + Berschneider aus Pilsach entworfene Gebäude mit großzügigen Fensterflächen Richtung Süden, wohingegen es sich nach Norden, Osten und Westen eher verschließt. Der Überhitzung in den Sommermonaten wird durch einen außen liegenden Sonnenschutz und die gute Gebäudehülle Rechnung getragen.

Vernetzte Systeme

Ein Netto-Plusenergie-Haus ist vergleichbar mit einem Puzzle: Jede Systemkomponente muss optimal in die nächste greifen. Nur so können Energieverluste vermieden und beste Resultate erzielt werden. Deshalb entschied sich der Bauherr auch für zahlreiche energieeffiziente Systeme aus dem Hause REHAU, die ideal aufeinander abgestimmt sind und besonders effizient arbeiten.

Für die Beheizung des Gebäudes kam eine Wärmepumpe GEO (10 C) mit Systemspeicher (825 Liter) in Kombination mit drei Erdwärmesonden RAUGEO PE-Xa von jeweils 95 Metern Länge zum Einsatz. Im Haus wird die Energie mithilfe einer REHAU Flächenheizung verteilt, die insgesamt circa 210 Quadratmeter umfasst und für ein angenehmes Wohnklima sorgt. Die Solaranlage auf dem Dach, die eine umweltfreundliche Trinkwassererwärmung ermöglicht, besteht aus drei REHAU SOLECT Wannenkollektoren und ist über einen Wärmeaustauscher in den unteren Teil des Pufferspeichers eingebunden. Die Trinkwarmwasserbereitung erfolgt im Durchflussprinzip (Frischwasserstation 25).

Zur kontrollierten Belüftung tragen insgesamt 75 Meter des Luft-Erdwärmetauschersystems AWADUKT Thermo bei. Mittels der Temperatur des Erdreichs erwärmen die im Boden verlegten Rohre die angesaugte Frischluft im Winter zusätzlich beziehungsweise kühlen sie im Sommer. Damit werden Energiekosten eingespart. Mit seiner speziellen antimikrobiellen Innenschicht leistet AWADUKT Thermo zudem einen Beitrag zu verbesserter Lufthygiene im Gebäude.

Aber nicht nur die Energieeffizienz spielte beim Netto-Plusenergie-Haus in Leonberg eine Rolle, auch dem richtigen Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser wurde großes Augenmerk geschenkt. So führten hohe Ansprüche an die Hygiene der Trinkwasserinstallation zum Einbau von 500 Metern des Installationssystems RAUTITAN. Für eine geräuschlose Entsorgung des anfallenden Abwassers und damit für mehr Wohnqualität sorgt schließlich das schalldämmende Hausabflusssystem RAUPIANO PLUS.

Damit auch Regenwasser im Sinne der Ressourcenschonung sinnvoll genutzt wird, entschied sich der Bauherr zusätzlich für das Regenwassernutzungssystem RAURAIN. Hier wird in einem 5.000 Liter Tank Regenwasser zentral gesammelt, über eine Pumpe ins Haus gebracht und steht dort beispielsweise für die Toilettenspülung zur Verfügung. Darüber hinaus wird es für die Gartenbewässerung verwendet.

Erhöhter Wohnkomfort

Neben den Systemen für energieeffizientes Bauen und nachhaltiges Wassermanagement kann das Netto-Plusenergie-Haus auch mit weiteren Systemen überzeugen, die für erhöhten Wohnkomfort sorgen. So wurde unter anderem das zentrale Staubsaugersystem VACUCLEAN eingebaut. Während die zentrale Saugeinheit außerhalb der Wohnräume, im Keller untergebracht wird, befinden sich die Saugdosen an verschiedenen Stellen im Haus. Der Saugschlauch wird dort einfach angeschlossen, der Schmutz eingesaugt und geräuschlos über das schalldämmende Rohrsystem RAUPIANO PLUS zur Saugeinheit transportiert. Die mikrostaubbeladene Saugluft, häufig Auslöser von Allergien, wird sofort ins Freie befördert.

Darüber hinaus bietet das WPC-Terrassensystem RELAZZO im Gartenbereich eine umweltfreundliche Lösung für die Gestaltung der modernen Terrasse. Auch nach Jahren im Alltagseinsatz besticht das Terrassensystem noch durch seine hohen qualitativen Eigenschaften hinsichtlich Farbstabilität, Witterungsbeständigkeit, Riss- und Splitterfreiheit sowie Rutschfestigkeit. Zudem leistet auch das Terrassensystem einen wichtigen Beitrag zu Umweltschutz und Ressourcenschonung, da es zu über 50 Prozent aus heimischen Hölzern aus nachhaltiger Forstwirtschaft besteht.

Energieüberschuss für e-Mobility

Im Netto-Plusenergie-Haus wird die zur Verfügung stehende Energie optimal eingesetzt und genutzt. Dahinter steht ein intelligentes Stromlastmanagement, das einen hohen Eigenstrom-Nutzungsanteil für Stromverbraucher, wie Wärmepumpe, Lüftungsanlage Haushaltsgeräte oder die Beleuchtung anstrebt. Zusätzlich wird es durch eine Gebäudeleittechnik unterstützt und mittels verschiedener Instrumente überwacht. Mögliche Überschüsse aus der solaren Stromerzeugung werden schließlich direkt in Elektrofahrzeugen (Klein-Pkw Smart und E-Roller) genutzt und finden damit sogar außerhalb des Hauses eine sinnvolle und Ressourcen schonende Verwendung.

Quelle:REHAU AG + Co
Otto-Hahn-Str. 2
D-95111 Rehau
www.rehau.de

co2online Klima-Barometer: Klimaschutz ist gut, wenn er nichts kostet

Das öffentliche Interesse am Thema Klimaschutz ist zum ersten Mal seit einem Jahr wieder gestiegen. Der aktuelle Index des Klima-Barometers, das von der gemeinnützigen co2online GmbH veröffentlicht wird, verzeichnet für das vierte Quartal 2010 einen Anstieg von 55 auf 73 Punkte, bleibt aber insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Trotz der 16. Weltklimakonferenz in Cancún im Dezember 2010 erreichte der Klimaschutz nicht die öffentliche Aufmerksamkeit, die die Konferenz in Kopenhagen 2009 ausgelöst hatte. Ein viel diskutiertes Thema des vierten Quartals 2010 waren dagegen die erneuerbaren Energien. Ihr Ausbau wurde in der Öffentlichkeit vor allem im Zusammenhang mit der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken sowie der Strompreissteigerung diskutiert. Die monatlichen Umfragen, die co2online im Rahmen des Klima-Barometers durchführt, widmeten sich daher ebenfalls dem Thema erneuerbare Energien.
Gefragt nach dem wichtigsten Grund für den Ausbau erneuerbarer Energien, sprechen sich die Teilnehmer vor allem für die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern (39 Prozent) und für Klimaschutz (36 Prozent) aus. Die Finanzierung der Energiewende ist jedoch für die Mehrheit der Befragten umstritten: 55 Prozent sind der Meinung, der Ausbau sollte sich ohne Subventionen finanzieren und nicht zu Lasten der Verbraucher gehen. Die Umfrage fand vor dem Hintergrund der Erhöhung der Strompreise statt, die die Energieversorger mit den gestiegenen Kosten aus der sogenannten Ökostrom-Umlage begründeten. Nur noch 28 Prozent sind bereit, den Ausbau erneuerbarer Energien durch einen Stromkosten-Aufschlag mitzutragen.
Bei der Wahl einer regenerativen Energiequelle für das eigene Heim gibt es bei den Befragten einen eindeutigen Favoriten: die Sonne. Die klare Mehrheit würde eine Solarthermie- oder Photovoltaikanlage (zusammen 59 Prozent) installieren lassen, um ihren Haushalt mit Wärmeenergie oder Strom direkt vom eigenen Dach zu versorgen. Das Heizen mit Holz oder der Einsatz einer mit Ökostrom betriebenen Wärmepumpe fanden weniger Zuspruch.
Das Klima-Barometer mit allen weiteren Ergebnissen sowie aktuelle Grafiken stehen im Internet unter www.klima-sucht-schutz.de/mitmachen/klima-barometer.html zum Download bereit.
Das co2online Klima-Barometer
Das Klima-Barometer ermittelt vierteljährlich das öffentliche Interesse am Thema Klimaschutz sowie die Einstellung der Bevölkerung gegenüber aktuellen Fragen und Ereignissen zu Klimaschutz und Energiesparen. Das Klima-Barometer enthält einerseits einen quartalsweise fortgeschriebenen Index. Er basiert auf einer Auswertung von vier relevanten Indikatoren (1. Experteneinschätzung zum Interesse in der Bevölkerung am Klimaschutz und zur Höhe der Nachfrage nach ihrer Expertise zum Thema, 2. Anzahl der Medien-Beiträge im betreffenden Quartal zu den Themen Klimawandel, Klimaschutz und Energiesparen, 3. Interesse der Internet-Öffentlichkeit, gemessen an der Häufigkeit der Suchbegriffe Klimawandel, Klimaschutz und Energiesparen bei Google, 4. Nutzungsfrequenz aus-gewählter Ratgeber der Klimaschutzkampagne zu Energiesparmaßnahmen und Energieeffizienz). Die einzelnen Indikatoren werden in einen Indexwert umgerechnet, der sich um den Durchschnittswert von 100 Punkten bewegt. Neben dem Index ermittelt das Klima-Barometer Monatstrends zu ausgewählten Themengebieten. Dazu haben die Besucher der Kampagnenwebsites der gemeinnützigen co2online GmbH die Möglichkeit, an monatlich wechselnden Umfragen teilzunehmen.
Herausgeber des Klima-Barometers ist die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online mbH. co2online setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Mit interaktiven Energiespar-Ratgebern, einem Energiesparkonto, Heizspiegeln, einem Klima-Quiz sowie Portalpartnern aus Wirtschaft, Medien, Wissenschaft, Politik und Verwaltung motiviert co2online den Einzelnen, mit aktivem Klimaschutz auch Geld zu sparen. co2online ist Träger der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne „Klima sucht Schutz“ (www.klima-sucht-schutz.de), der „Heizspiegelkampagne“ (www.heizspiegel.de) und des „Energiesparclubs“ (www.energiesparclub.de).
Kontakt:
Sophie Fabricius
co2online gemeinnützige GmbH
Hochkirchstraße 9 | 10829 Berlin
Tel: 030 / 210 21 86 - 16 | Fax: 030 / 210 21 86 - 60
E-Mail: sophie.fabricius(at)co2online.de
www.twitter.com/co2online | www.facebook.de/Klima.sucht.Schutz
Quelle: Pressemitteilung der co2online gemeinnützige GmbH vom 31. Januar 2011

Bundeskabinett bestätigt Anpassung bei Solarförderung und Grünstrom-Privileg Neuregelungen bei Biogas-Förderung ab 2012 angekündigt

Das Bundeskabinett hat heute die vorgezogenen Maßnahmen zur Kostendämpfung bei der Förderung erneuerbarer Energien bestätigt. Vorgeschlagen wird eine weitere Absenkung der Solarstromvergütung, die Eingrenzung des so genannten Grünstromprivilegs und eine Neuregelung der Biogas-Förderung.

Der Ausbau des Solarstroms in Deutschland entwickelt sich weiterhin sehr dynamisch. Auch im Jahr 2010 wurden die Erwartungen wieder deutlich übertroffen. Insgesamt sind in Deutschland derzeit Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 17.000 Megawatt installiert, mehr als 7.000 Megawatt davon wurden im vergangenen Jahr in Betrieb genommen. Diese Zahlen zeigen den Erfolg der Photovoltaik-Förderung in Deutschland und beweisen das große Potenzial zur Kostensenkung in diesem Markt. Die Förderung muss dieser raschen Marktentwicklung im Interesse der Stromverbraucher flexibel angepasst werden. Deshalb soll die zum 1. Januar 2012 vorgesehene weitere Absenkung der Vergütung teilweise schon zum 1. Juli 2011 erfolgen. Für Freiflächen-Anlagen soll die Absenkung zum 1. September 2011 wirksam werden. Vorgeschlagen wird eine Absenkung der Vergütung in Abhängigkeit von der Marktentwicklung in den Monaten März, April und Mai 2011. Die Absenkung kann damit bereits Mitte 2011 je nach Markt!
 entwicklung bis zu 15 Prozent betragen.

Von wachsender Bedeutung für die Kostenentwicklung bei der Förderung erneuerbarer Energien ist auch das so genannte Grünstromprivileg: Derzeit sind Energieversorgungsunternehmen von der Zahlung der so genannten EEG-Umlage ausgenommen, wenn für mindestens 50 Prozent des gelieferten Stroms erneuerbare Energien eingesetzt werden und diese Strommenge nicht nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vergütet, sondern direkt vermarktet wird. Von der Umlage befreit ist dann der gesamte gelieferte Strom. Durch den Anstieg der EEG-Umlage seit Jahresbeginn ist der Anreiz, das Grünstromprivileg zu nutzen, unverhältnismäßig gewachsen und begünstigt Mitnahmeeffekte, die zu Lasten der anderen Stromverbraucher gehen. Die Formulierungshilfe sieht daher vor, ab dem 1. Januar 2012 die Umlagebefreiung für die Unternehmen, die das Grünstromprivileg nutzen, auf die Höhe der EEG-Umlage im Jahr 2010 zu begrenzen.

Die Regelungen zum Grünstromprivileg und zur Photovoltaik werden   neben allen anderen Regelungen des EEG – auch im Rahmen des Erfahrungsberichts zum EEG überprüft und die Ergebnisse dieser Evaluation der gesamten Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien durch die geplante EEG-Novelle, die zum 1. Januar 2012 in Kraft treten soll, umgesetzt.

Die anstehende Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) soll zudem bestimmte Fehlentwicklungen aufgrund der Vergütungsstruktur für Strom aus Biogas korrigieren. In bestimmten Regionen hat die erheblich gestiegene Nachfrage nach Mais als Ausgangsrohstoff für Biogasanlagen zu einem übermäßigen Anbau von Mais geführt. Das Ergebnis: Die Pachtpreise für Agrarflächen steigen enorm, damit verschärft sich die Flächenkonkurrenz. Außerdem können sich diese Monokulturen negativ auf das Landschaftsbild und die Artenvielfalt auswirken.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen und Bundeslandwirtschaftsministeri

n Ilse Aigner sind sich einig in dem Ziel, dieser regional zu beobachtenden Entwicklung entgegenzuwirken, indem eine angemessene Anpassung der Vergütungssätze für Strom aus Biomasse im Rahmen der EEG-Novellierung vorgenommen wird. Gleichzeitig muss dabei der positive Beitrag der Biomasse beim Ausbau einer nachhaltigen und klimaschonenden Energieerzeugung in Deutschland auch in Zukunft berücksichtigt werden.

Betreiber von Neuanlagen, die Biomasse nach EEG verstromen, müssen sich ab 2012 auf eine angemessene Anpassung der der Vergütungsregelungen einstellen. Damit wird der Koalitionsvertrag umgesetzt, wonach die EEG-Novelle vorgezogen werden soll, um eine Überförderung zu vermeiden. Grundlage für die Änderungen am Vergütungssystem für Biomasse wird der Erfahrungsbericht über das EEG sein, der Mitte des Jahres vorliegen wird und auf dessen Basis die weiteren Entscheidungen getroffen werden


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Hrsg: BMU-Pressereferat, Alexanderstraße 3, 10178 Berlin
Redaktion: Dr. Christiane Schwarte (verantwortlich)
Thomas Hagbeck, Jürgen Maaß, Frauke Stamer
Tel.: 030 18 305-2010. Fax: 030 18 305-2016
E-Mail: presse@bmu.bund.de - Internet: http://www.bmu.de/presse

Intelligentes Energiemanagement und E-Mobilität

EnBW, Watt Deutschland und NaturEnergie auf der E-world 2011 in Essen

Essen. Auf der E-world energy & water 2011 stellt die EnBW Energie Baden-Württemberg AG vom 8. bis 10. Februar ihr Portfolio rund um die Themen Energieeffizienz, E-Mobilität und intelligentes Strommanagement in den Mittelpunkt. Auf dem Stand des drittgrößten deutschen Energieversorgers in Halle 3/ Stand 214 sind auch die EnBW-Töchter Watt Deutschland GmbH und die NaturEnergie AG vertreten.
Während der Messe informiert die EnBW anhand von verschiedenen Exponaten über ihre vielfältigen Forschungsaktivitäten in den Bereichen E-Mobilität und intelligente Stromnetze.
Bei dem Pilotprojekt „MeRegio“ (Minimum Emission Region) wird die lokale Verfügbarkeit von Energie mit der Nachfrage von Kunden kombiniert. Damit soll mittelbar der CO2-Ausstoß einer ganzen Region nachhaltig gesenkt werden. Das Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen der „E-Energy“-Initiative gefördert. In zwei Modellregionen werden dezentrale Stromerzeugung, Stromspeicher und Verbraucher miteinander vernetzt. Rund 1000 Testhaushalte und 20 B2B-Kunden in Baden-Württemberg sind an die Versuchsplattform angeschlossen. Im Rahmen eines weiteren Projekts, der „Modellregion Elektromobilität Region Stuttgart“ sind rund 600 E-Bikes aus der Testflotte der EnBW seit dem Sommer 2010 in der Region Stuttgart unterwegs. Deutschlands derzeit größte Elektroflotte legte in den ersten fünf Monaten bereits mehr als 430.000 Kilometer zurück.
In Essen präsentiert die EnBW auch den „EnBW Profit Calculator“, der auf die Bedürfnisse von Stadtwerken und Weiterverteilern zugeschnitten ist. Für Stadtwerke bietet die EnBW Prozess- und Systemdienstleistungen, mit denen kommunale Energieversorger für die informatorische Entflechtung gerüstet sind. Außerdem können sich Besucher vor Ort über den „EnBW EnergyPilot“ informieren. Dabei handelt es sich um ein internetbasiertes Kundenportal zur Bewirtschaftung von Energieverträgen. Weiterhin geben EnBW-Fachleute auf der Messe Einblicke in die „EnBW Netzwerke Energieeffizienz“. Hier engagieren sich mittlerweile über 190 energieintensive Industrieunternehmen, um gemeinsam mit der EnBW effizienter im Umgang mit Strom, Gas und Wärme zu werden.
Die EnBW Energy Solutions GmbH (ESG) vertritt das Geschäftsfeld Contracting am EnBW-Stand. Die ESG zeigt, wie Unternehmen mit intelligenten Energieversorgungskonzepten und durch den Einsatz innovativer Technologien ihre Bilanz energetisch und ökonomisch optimieren können. Auf der diesjährigen E-world stehen die Themen Kraft-Wärme-Kopplung, dezentrale Energieerzeugung und Bioenergie im Mittelpunkt.
Die Watt Deutschland GmbH präsentiert auf der E-world ihrer Kernzielgruppe Filialisten und Mittelstand neue passgenaue Energielösungen und Dienstleistungen. Als ganzheitlicher Energiebegleiter für Unternehmen startet Watt im März mit ihren ersten beiden Watt EffizienzAllianzen, eine Initiative für den nachhaltigen Erfahrungsaustausch von Unternehmen zur effizienten Nutzung von Energie. Neu ist die Watt Analyse „Energieeffizienz“, die ein Einstieg für mittelständische Unternehmen in das Thema anbietet. Effizienz fördernd sind auch das Watt Messdatenmanagement und der Watt EnergieMonitor. Das Ziel: Verbrauchswerte der Unternehmen transparent machen und damit die Basis für eine wirtschaftlich sinnvolle Optimierung des Energieeinsatzes schaffen – ganz nach der Watt Philosophie „Energie verwenden statt Energie verschwenden“. Der ganzheitliche Ansatz von Watt wird auch bei der wachsenden Nachfrage nach den neuen Gas-Produkten deutlich. Bereits 1.000 Standorte in Deutschland beziehen Gas von Watt. Parallel dazu hat die Tochtergesellschaft Watt Synergia ihr Spektrum erweitert und unterstützt Energieversorgungsunternehmen bei der Optimierung ihrer Geschäftsprozesse rund um die Energieversorgung. Schwerpunktthemen sind energiewirtschaftliche Software- und Prozessberatung, Fahrplan- und Bilanzkreismanagement in sämtlichen Regelzonen sowie Messstellenkonzepte.
Die NaturEnergie AG, eine 100-prozentige Tochter der Energiedienst Holding AG, vertreibt ihren Strom aus Wasserkraft bundesweit direkt und über Franchisepartner. Ein wichtiger Aspekt für die Kunden ist dabei die Anrechenbarkeit der Kohlendioxideinsparung gegenüber konventionellem Strom bei der Öko-Zertifizierung. Derzeit werden rund 280.000 Kunden mit NaturEnergie-Produkten beliefert. Das Produkt NaturEnergie Silber steht für 100 Prozent regenerativen Strom, der fast ausschließlich aus heimischen, modernen Wasserkraftanlagen stammt. In den vergangenen 15 Jahren investierte Energiedienst, die Mutter von NaturEnergie, rund 750 Millionen Euro in den Ausbau der CO2-freien Stromproduktion durch Wasserkraft. Mit einer Investitionssumme von rund 380 Millionen Euro zählt das neue Wasserkraftwerk, das derzeit in Rheinfelden gebaut wird, zu den größten Bauprojekten im Bereich der regenerativen Energien.
Ansprechpartner für Redaktionen:
EnBW Vertrieb GmbH (EnBW & Gesamtauftritt):
Hans-Jörg Groscurth / Tel. 0711 289-81250 / h.groscurth@enbw.com
Ralph Eckhardt / Tel. 0711 289-87410 / r.eckhardt@enbw.com

Hundert Prozent saubere Energie bis 2050 möglich Hundert Prozent saubere Energie bis 2050 möglich

Der gesamte Energiebedarf der weltweiten Bevölkerung kann bis 2050 aus sauberen, sicheren und erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden - und das trotz Wirtschaftswachstum und steigender Bevölkerungszahl. Das ergab der neue WWF-Energiereport http://wwf.at. Atomstrom, Gentechnik und Energie aus nicht nachhaltig gewonnener Biomasse wären dann nicht mehr notwendig. Elektromobilität, Energieeffizienz und intelligente Stromnetze sind die "grüne" Lösung für den Energiebedarf.
Energienachfrage um 15 Prozent geringer

"Die ökologische Energiezukunft ist bis Mitte des Jahrhunderts möglich und die Kosten für die weltweite Umstellung amortisieren sich für die Weltwirtschaft ab dem Jahr 2040", so Annabella Musel, WWF-Klimaexpertin. Die Umstellung sei aber nicht nur aus Klimaschutzgründen notwendig. Öl und Gas werden immer knapper, die Preise und die Abhängigkeit der Förderländer steigen immer mehr. Zudem leben 1,4 Mrd. Menschen ohne sicheren Elektrizitätszugang.

Laut Studie kann die Energienachfrage durch konsequente Energieeffizienzmaßnahmen bis 2050 um 15 Prozent sinken, obwohl die weltweite Bevölkerungszahl auf neun Milliarden steigen wird. Dabei gehen die Autoren der Studie von den bereits heute verfügbaren Technologien und deren Weiterentwicklung in den kommenden Jahren aus. "Nach der globalen Energievision des WWF kann der Ausstoß von Treibhausgasen um 80 Prozent reduziert werden", erklärt Musel.

Wirtschaft und Bevölkerung gefordert

Um eine ökologische Energiezukunft zu ereichen, sind laut Musel Umstellungen in der Elektrizität aus erneuerbaren und umweltfreundlichen Energien notwendig. "Ebenso sind Energieeffizient -und Energiesparmaßnahmen bei Gebäuden und Verkehr gefordert. Für Österreich liegt die Sanierungsquote von Gebäuden nur bei einem Prozent. Notwendig sind mindestens zwei bis drei Prozent", sagt Musel gegenüber pressetext.

Die Bevölkerung ist ebenfalls zum Handeln aufgerufen. Die Klimaexpertin rät zu energiesparenden Geräten im Haushalt, mehr Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und regionalem Einkauf. Um das Wirtschaftswachstum zu garantieren, müssen sich auch die Lebensgewohnheiten ändern. Der Report schlägt vor, den Fleischkonsum in den OECD-Ländern zu halbieren und in den ärmeren Ländern um ein Viertel zu erhöhen. Dies hätte auch positive Folgen für die Globalgesundheit, so der Bericht.

Sofortiges Handeln für Umstellung notwendig

Laut Energie-Report betragen die Kosten für die Umstellung ein bis 3,5 Bio. Euro jährlich in den kommenden 25 Jahren. Ab dem Jahr 2040 dreht sich die Kostenspirale um und der ökonomische Gewinn steigt bis 2050 auf vier Bio. Euro im Jahr. Die jährlichen Gesamtkosten für die Umstellung betragen dabei nie mehr als zwei Prozent des Welt-Bruttoinlandsprodukts.

Musel hofft, dass der Energiereport für Politik und Wirtschaft ein Anreiz zu Diskussion und Handeln ist. Um die nötigen Umstellungen in der Weltwirtschaft zu erreichen und den Klimawandel zu beenden, fordert der WWF rasch einen verbindlichen Aktionsplan der Weltgemeinschaft. "Die Staats- und Regierungschefs müssen begreifen, dass der vorgeschlagene Weg in eine nachhaltige Zukunft für die Menschheit schon heute beschlossen werden muss, um die Weichen frühzeitig stellen zu können", so Musel. (Ende)




Aussender: pressetext.redaktion
Redakteur: Christina Rettenmoser
email: rettenmoser@pressetext.com
Tel. +43-676-88666531

Hessisches Programm zur Energieeffizienz im Mietwohnungsbau verringert CO2-Belastung und stärkt die Wirtschaft

Frankfurt am Main (ots) - Im Jahr 2010: 1.116 Wohnungen energieeffizient modernisiert - 710 Wohnungen energieeffizient neu gebaut

Das von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) und dem Hessischen Umweltministerium im Jahr 2007 ins Leben gerufene Programm "Hessische Energieeffizienzprogramm für Mietwohnungen" wird von Hessens Bürgern gut angenommen, wie Umweltministerin Lucia Puttrich am Mittwoch in Wiesbaden erklärte. Das zeigen die sehr guten Zahlen des Geschäftsjahres 2010.

Insgesamt wurden die Modernisierung von 1.116 Wohnungen und der Neubau von 710 Wohnungen gefördert. Hierfür wurden Zinszuschüsse in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro für ein Darlehensvolumen von rund 60 Millionen Euro zugesagt. Daraus resultierte ein Investitions-volumen von etwa 150 Millionen Euro, das sich vor allem im regionalen Handwerk und in der Bauwirtschaft positiv auswirkte.

Laut Umweltministerin Puttrich wolle die Hessische Landesregierung die energetische Modernisierung in Hessen voranbringen. Deshalb würden in diesem Bereich entsprechende Anreize gesetzt. "Wir wollen die Eigentümer von Mietwohngebäuden ermutigen, in ihrem Wohnungsbestand und vor allem auch beim Neubau von Mietwohnungen energetisch hochwertig zu modernisieren und zu bauen - besser noch als es die gesetzlich festgelegten Standards vorgeben. Denn das nutzt unserem Klima und es nutzt gleichzeitig unserer Wirtschaft", betonte Puttrich. Die regionale Baubranche werde Puttrich zufolge gestärkt. Es seien mittelständische Betriebe und Handwerker aus der Region, die bei Umbaumaßnahmen tätig würden.

In dem Hessischen Programm zur Energieeffizienz im Mietwohnungsbau verbilligt die WI-Bank von ihr bereitgestellte zinsgünstige Darlehen in ausgewählten KfW-Programmen für 5 Jahre um bis zu 0,7%. Finanziert wird in den Bereichen "Energieeffizient Bauen" und "Energieeffizient Sanieren". Diese Zinsverbilligung wird vom Land Hessen und der WIBank gemeinsam ermöglicht. Damit setzt Hessen einen besonderen Akzent zur Unterstützung der Einsparung von Treibhausgasen und Heizenergie.

Seit Beginn des Programms Ende 2007 konnten über 4.000 Wohnungen in Hessen auf höchstem technischen Niveau neu gebaut oder modernisiert werden. Das erfolgreiche Programm wird auch 2011 fortgeführt.

Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) ist eine rechtlich unselbständige Anstalt in der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale - Helaba. Das Institut bündelt nahezu das gesamte öffentliche Fördergeschäft in Hessen. Der Europäische Strukturfonds und die europäische Landwirtschaftsförderung werden hier administriert, die Förderprogramme des Bundes und der Großteil der Programme des Landes Hessen umgesetzt. Darüber hinaus bietet die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen auch eigene Finanzierungs-programme zu einem günstigen Zinssatz an. Dieses Aufgabenspektrum ist in der Landschaft der Förderbanken der Bundesrepublik Deutschland einzigartig.



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Claudia Ungeheuer

Leiterin des Referats Öffentlichkeitsarbeit

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