Erneuerbare Energien schaffen Arbeit
Der Boom der erneuerbaren Energien in Deutschland belebt weiterhin den Arbeitsmarkt. Nach einer jetzt veröffentlichten Studie waren im Jahr 2011 rund 382.000 Personen in der Branche der erneuerbaren Energien beschäftigt – ein Anstieg von 137 % gegenüber 2004, dem Jahr der ersten vergleichbaren Untersuchung. Selbst im Vergleich zum herausragenden Niveau des Jahres 2010 ist ein weiterer Zuwachs von vier Prozent zu verzeichnen. Rund drei Viertel der für 2011 ermittelten Arbeitsplätze lassen sich auf die Wirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zurückzuführen, das damit zu den Beschäftigungsmotoren in Deutschland gehört.
Mit 125.000 der Branche zuzurechnenden Beschäftigten leistete die Solarenergie erstmalig den größten Beitrag zur Gesamtbeschäftigung aus erneuerbaren Energien. Etwa 111.000 und damit gute 3.000 mehr als im Vorjahr entfielen auf den Bereich der Photovoltaik (PV). Von einem Einbruch der PV-Branche aufgrund abschmelzender Förderung kann daher keine Rede sein. Auf die Solarwirtschaft folgen die Biomasse (rd. 124.000 Beschäftigte) und die Windenergie (rd. 101.000 Beschäftigte). In der Windenergie ist der Arbeitsplatzzuwachs mit 5.000 neuen Stellen innerhalb eines Jahres am deutlichsten ausgefallen. Dies reflektiert den zuletzt deutlichen Zuwachs der Windkraftkapazitäten in Deutschland (siehe Energiewende Aktuell Nr. 4).
Die Studie erfasst alle mit der Bereitstellung erneuerbarer Energien verbundenen Arbeitsplätze (d.h. Forschung, Entwicklung, Herstellung und Nutzung). Das betrifft die Bereiche Strom, Wärme und Kraftstoffe. Sie ist das Ergebnis eines vom Bundesumweltministerium geförderten Forschungsvorhabens der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS, Osnabrück; Projektleitung), des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW, Berlin), des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR, Stuttgart) sowie des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW, Stuttgart).
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