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Interesse an Energie- und Ressourceneffizienz steigt - Beratungsbranche profitiert


Energie- und Ressourceneffizienz dienen nicht nur dem Klima- und Umweltschutz, sie steigern auch die Wettbewerbsfähigkeit engagierter Unternehmen. Doch dabei bleibt es nicht: Die zunehmenden Bemühungen der deutschen Wirtschaft um nachhaltigere Produktions- und Arbeitsweisen eröffnen auch neue Marktchancen für den Beratungssektor. Drei Viertel aller Beratungsgesellschaften geben an, dass die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit im Beratungsgeschäft steige.

Besonders gilt dies für mittlere und kleine Gesellschaften. Von ihnen betrachten sogar 80 Prozent Nachhaltigkeit als ein zunehmend bedeutsames Geschäftsfeld. Die Bandbreite der Beratungsprojekte im Nachhaltigkeitsbereich ist groß. Sie reicht von der Analyse des ökologischen Fußabdrucks eines Produktes oder Unternehmens bis zur Optimierung der Arbeits- und Produktionsabläufe bei Zulieferbetrieben. Die Zahlen sind das Ergebnis einer Befragung des Verbands Deutscher Unternehmensberater (BDU) unter 700 Beratungsgesellschaften.



Quelle: BDU-Studie, Facts und Figures zum Beratermarkt 2011, 2012, S. 19

Mehr Informationen zur Energiewende: www.bmu.de/energiewende

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Erneuerbare Energien schaffen Arbeit



382.000 Jobs im Jahr 2011 - 137 % Anstieg innerhalb von 7 Jahren

Der Boom der erneuerbaren Energien in Deutschland belebt weiterhin den Arbeitsmarkt. Nach einer jetzt veröffentlichten Studie waren im Jahr 2011 rund 382.000 Personen in der Branche der erneuerbaren Energien beschäftigt – ein Anstieg von 137 % gegenüber 2004, dem Jahr der ersten vergleichbaren Untersuchung. Selbst im Vergleich zum herausragenden Niveau des Jahres 2010 ist ein weiterer Zuwachs von vier Prozent zu verzeichnen. Rund drei Viertel der für 2011 ermittelten Arbeitsplätze lassen sich auf die Wirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zurückzuführen, das damit zu den Beschäftigungsmotoren in Deutschland gehört.

Mit 125.000 der Branche zuzurechnenden Beschäftigten leistete die Solarenergie erstmalig den größten Beitrag zur Gesamtbeschäftigung aus erneuerbaren Energien. Etwa 111.000 und damit gute 3.000 mehr als im Vorjahr entfielen auf den Bereich der Photovoltaik (PV). Von einem Einbruch der PV-Branche aufgrund abschmelzender Förderung kann daher keine Rede sein. Auf die Solarwirtschaft folgen die Biomasse (rd. 124.000 Beschäftigte) und die Windenergie (rd. 101.000 Beschäftigte). In der Windenergie ist der Arbeitsplatzzuwachs mit 5.000 neuen Stellen innerhalb eines Jahres am deutlichsten ausgefallen. Dies reflektiert den zuletzt deutlichen Zuwachs der Windkraftkapazitäten in Deutschland (siehe Energiewende Aktuell Nr. 4).



Die Studie erfasst alle mit der Bereitstellung erneuerbarer Energien verbundenen Arbeitsplätze (d.h. Forschung, Entwicklung, Herstellung und Nutzung). Das betrifft die Bereiche Strom, Wärme und Kraftstoffe. Sie ist das Ergebnis eines vom Bundesumweltministerium geförderten Forschungsvorhabens der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS, Osnabrück; Projektleitung), des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW, Berlin), des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR, Stuttgart) sowie des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW, Stuttgart).


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Solarstromförderung behutsam reformieren

DIW Berlin: Solarstromförderung behutsam reformieren (21.03.2012)

Die geplante Neuregelung der Solarstromförderung weist nach Ansicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) noch große Mängel auf. Mit den weitreichenden Änderungen werden die falschen Weichen gestellt.
Die DIW-Experten kritisieren insbesondere die Verminderung des angestrebten Ausbaupfads, die drastische einmalige Senkung der Vergütungssätze, die folgende starre monatliche Degression und die zusätzliche Kürzung der vergütungsfähigen Strommengen. „Die starken Senkungen gefährden das Ausbauziel, was angesichts der Energiewende nicht nachvollziehbar ist, und die starre Degression widerspricht der Marktdynamik. Man muss aufpassen, dass man jetzt nicht über das Ziel hinausschießt und aus der Überförderung eine Unterförderung wird“, sagte DIW-Energieexperte Jochen Diekmann. Der wirtschaftliche Betrieb von neuen Anlagen dürfte zukünftig in vielen Fällen kaum noch möglich sein.
diw wochenbericht 12.2012 solarfoerderung q diw berlinDie Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat in den letzten Jahren zu einem unerwartet starken Ausbau von Photovoltaik-Anlagen geführt, weil die Preise der Anlagen schneller gesunken sind als die gesetzlich garantierten Vergütungssätze. Dies hat mit dazu beigetragen, dass die von Stromverbrauchern zu zahlende EEG-Umlage stark gestiegen ist. Die Bundesregierung plant deshalb umfassende Änderungen der Solarförderung, obwohl die Vergütungssätze bereits Anfang des Jahres um 15 Prozent gesenkt wurden. Der nun vorliegende Gesetzentwurf sieht eine zusätzliche einmalige Senkung der Vergütung in Höhe von 20 bis über 30 Prozent vor. Davon wären am stärksten mittelgroße Anlagen von 10 bis 100 Kilowatt betroffen, da die Größenkategorien für die Förderung geändert wurden. Außerdem wären nach dem Gesetzentwurf die Degressionssätze grundsätzlich festgeschrieben und würden die Marktentwicklung nicht mehr berücksichtigen. „Der Photovoltaikmarkt reagiert sehr stark auf Änderungen der Vergütungssätze und Anlagenpreise“, sagte DIW-Experte Thilo Grau, der eine Modellanalyse für Anlagen bis 30 Kilowatt erstellt hat. Er kommt zu dem Ergebnis, dass eine zweimonatliche ausbauabhängige Anpassung der Vergütungssätze für Neuanlagen die Installationsziele besser erfüllen würde als der bisherige Degressionsmechanismus.
Auch das im Gesetzentwurf vorgesehene Marktintegrationsmodell sei unausgegoren und wirke nur wie eine weitere Kürzung der Vergütungssätze. Besser wäre eine zeitliche Abstimmung von Angebot und Nachfrage im gesamten Energiesystem, um die Gesamtkosten zu minimieren. Unsicherheiten für Investoren ergeben sich auch aus der im Entwurf vorgesehenen Übertragung des Marktintegrationsmodells auf Wind- und Bioenergien.
„Die Förderung der Photovoltaik ist nicht zuletzt auch industrie- und technologiepolitisch begründet. Hier liegt ein großes Innovationspotential. Es lohnt sich deshalb, über eine flankierende Innovationsstrategie nachzudenken“, sagte DIW-Experte Karsten Neuhoff. Die Energieexpertin des DIW Berlin Claudia Kemfert fordert insgesamt einen behutsamen Umgang mit der Solarförderung: „Das EEG ist nicht nur für Deutschland von großer Bedeutung, sondern auch ein Vorbild für Regelungen in vielen anderen Ländern.“ Im Sinne einer stetigen Marktentwicklung sollten daher nationale oder internationale Verunsicherungen über den Kurs der Förderpolitik unbedingt vermieden werden.

Quelle: DIW Berlin

Energiemanager befürchten Pleitewelle in der Solarbranche



München - Angesichts der bevorstehenden erneuten Einschnitte bei der Solarförderung und starker Konkurrenz aus China malen Energiemanager ein düsteres Bild für die Solarbranche


Der Chef des Photovoltaik-Konzerns Solarworld, Frank Asbeck, warnt vor verheerenden Folgen: «Wenn die Kürzung so durchgeht, ist die gesamte Branche gezwungen, unter ihren Kosten zu verkaufen. Das halten wir nicht lange durch», sagte er am Dienstag «Focus Online».


Es gebe in der gesamten Branche kein Unternehmen mehr, das noch schwarze Zahlen schreibe. Das gelte auch für die chinesischen Hersteller.


Noch drastischer schätzt Klaus-Dieter Maubach, Technologie-Vorstand beim Energieversorger Eon, die Lage ein: Deutschlands Solarindustrie werde in den kommenden fünf Jahren angesichts des Wettbewerbs aus China «verschwinden».


Nicht ein einziger Arbeitnehmer werde dann noch bei den deutschen Solarunternehmen arbeiten, denn die seien dann alle pleite, zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg Maubach. Er sprach bei einem Treffen der Agentur zu Erneuerbaren Energien in New York.


Dem unerbittlichen Preiskampf sind in den vergangenen Monaten bereits zwei deutsche Unternehmen zum Opfer gefallen: Das Berliner Unternehmen Solon und der Erlanger Solarkraftwerksbauer Solar Millennium meldeten Ende vergangenen Jahres Insolvenz an. Auch die in Sachsen-Anhalt ansässige Q-Cells ringt ums Überleben und kämpft derzeit um die Restrukturierung ihrer Schulden.


Asbeck indes hält sein eigenes Unternehmen dank früher Kostensenkungen für gerüstet. «Es wird hart, aber Solarworld wird überleben. Unsere Produktionskosten sind international wettbewerbsfähig.» Asbeck sieht vor allem im Ausland gute Chancen.


«Wir setzen sehr stark auf Amerika. 2011 hatten wir schon einen Auslandsanteil von 68 Prozent. Nur ein Drittel unserer Ware wurde in Deutschland verkauft.»


Die Pläne der Bundesregierung sehen vor, dass zum ersten April die Einspeisevergütung für Solarparks um knapp 25 Prozent auf 13,50 Cent je Kilowattstunde sinkt und für kleine Dachanlagen um rund 20 Prozent auf 19,50 Cent je Kilowattstunde. Am Mittwoch entscheidet der Bundesrat. Einige Bundesländer haben Widerstand angekündigt. (dpa)

Wienerberger & Viessmann Starke Partnerschaft für energieeffiziente Hauskonzepte

- e4-Konzept von Wienerberger - Orientierungshilfe im Anforderungsdschungel von Energieeffizienz im Hausbau - Kooperation mit Viessmann Gruppe im Bereich der Heizungstechnik ermöglicht optimale Abstimmung aller Systemkomponenten - Massive Gebäudehülle aus Ziegel von Wienerberger und effiziente Heizungstechnik von Viessmann als optimale Voraussetzung für energieeffizientes und klimaschonendes Bauen

Wien, 09. Februar 2011 - Klimawandel, knappe Ressourcen und steigende Energiepreise zählen zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Der moderne Hausbau kann einen wesentlichen Beitrag leisten, diese Herausforderungen zu meistern. Seit vielen Jahren widmet sich die Wienerberger AG, weltweit größter Ziegelproduzent und Nummer 1 bei Tondachziegel in Europa, dem Thema "Energieeffizientes Bauen und Nachhaltigkeit". Neben der Forschung zur Optimierung bestehender Produkte beziehungsweise der Entwicklung von hochwärmedämmenden Ziegel und effizienten Bausystemen einer neuen Generation, beschäftigt sich die Gruppe im Bereich energieeffizienter und zugleich wirtschaftlicher Hauskonzepte.
Wienerberger entwickelt e4-Konzept für energieeffiziente und wirtschaftliche Gebäude Vor diesem Hintergrund hat Wienerberger das e4-Konzept für energieeffiziente Gebäude entwickelt. Vier Faktoren spielen dabei eine zentrale Rolle: - eine hochwärmedämmende und massive Gebäudehülle aus Ziegel, - gesundes Wohnklima und hohe Lebensqualität durch natürliche Baustoffe, - effiziente, klimaschonende und komfortable Heizungstechnik für alle Energieträger von Partnerunternehmen, - und dabei leistbare Bau- sowie geringste Betriebs- und Instandhaltungskosten.
Systemlösungen mit massiver, hochwärmedämmender Gebäudehülle aus Ziegel und modernster Heizungstechnik Aufgrund verschiedener Bautraditionen und klimatischer Bedingungen in den einzelnen europäischen Ländern sowie der Vielzahl an Anforderungen und Normen, wird es national unterschiedliche Ausprägungen und Formen des e4-Konzeptes geben wie beispielsweise das "Wienerberger Tonhaus" in Deutschland. Wienerberger stellt damit Bauherren, Baumeistern, Architekten und Planern unkomplizierte, einfach zu realisierende und individuell anpassbare Gesamtlösungen zur Verfügung. Diese sind von der Planung über die Umsetzung bis zum Betrieb durchdacht. Basis ist dabei immer eine massive Gebäudehülle aus innovativen hochwärmedämmenden Ziegeln von Wienerberger, die optimalen Wärmeschutz, hohe Speichermasse und wärmebrückenfreie Anschlüsse sowie ein natürliches, gesundes Raumklima bieten.
Viessmann Gruppe - Systempartner für Haustechnik Kombiniert wird die Ziegelbauweise mit effizienter und klimaschonender Anlagentechnik der Viessmann Gruppe, die ihren Stammsitz in Allendorf (Eder) hat. Der international führende Heiztechnikhersteller konnte als Partner für das hochwertige Hauskonzept gewonnen werden. Viessmann bietet mit seinem Komplettprogramm für alle Energieträger und Anwendungsbereiche individuelle Lösungen und ideal abgestimmte Systemkomponenten auch für erneuerbare Energien an.
Orientierungshilfe für Bauherren und Bauschaffende: einfach realisierbare und individuell anpassbare Gesamtlösungen inklusive Produktempfehlungen Heimo Scheuch, CEO der Wienerberger AG, erläutert die Beweggründe: "Unsere Vision sind gesunde, energieeffiziente und nachhaltige Gebäude, die attraktiv und leistbar sind. Wir bieten unseren Kunden gemeinsam mit Partnern Gebäudekonzepte aus einer Hand, die ein perfektes Zusammenspiel von hochwärmedämmender Gebäudehülle und zukunftsweisenden Heizsystemen garantieren. Wir treten dabei nicht als Bauträger auf, sondern liefern einfach zu realisierende, individuell anpassbare Gesamtlösungen und die entsprechenden Produktempfehlungen gleich mit. Realisiert werden die Gebäude weiterhin von Experten, also Baumeistern, Architekten und Planern. Wir stellen hiermit eine wichtige Orientierungshilfe im Dschungel unterschiedlichster Anforderungen zur Verfügung. Für diesen Ansatz haben wir Experten aus der Forschung sowie aus anderen Industriesparten ins Boot geholt. Ich freue mich daher besonders, dass wir in der Viessmann Gruppe einen starken Partner gefunden haben, mit dem wir in einigen Ländern u.a. in Polen, Österreich, Deutschland und Kroatien bereits erfolgreich starten konnten. Gemeinsam werden wir die Zukunft des Bauens weiterentwickeln."
Gebäudehülle und Heiztechnik sind ein integriertes System Stefan Heer, CSO und Mitglied des Verwaltungsrates der Viessmann Werke GmbH & Co. KG, betont: "Gebäude müssen bei Energieeffizienz und CO2-Emissionen hohe Anforderungen erfüllen. Dies nicht nur im Interesse eines wirtschaftlichen Betriebs, sondern auch, um den gesetzlichen Vorgaben gerecht zu werden. So macht die Energy Performance of Building Directive auf europäischer Ebene strenge Vorgaben, die zurzeit in nationales Recht der Mitgliedsstaaten umgesetzt werden und die in wenigen Jahren erfüllt werden müssen." Heer weiter: "Die Konsequenz daraus ist, dass jedes neue Haus von vornherein als integriertes System, bestehend aus Gebäudehülle und Anlagentechnik, betrachtet und entsprechend geplant werden muss. Nur dann kann es den gestellten Anforderungen ohne nachträglichen Mehraufwand gerecht werden." Für Wienerberger und Viessmann liege es nahe, die in beiden Häusern vorhandenen Stärken zu bündeln. "So haben wir ein einfaches Baukastensystem entwickelt, das mit einer sehr überschaubaren Anzahl vorkonfigurierter Module die komplette Bandbreite sinnvoller technischer Möglichkeiten abbildet. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Entscheidung für einen Brennwertwärmeerzeuger, einen Biomassekessel oder eine Wärmepumpe fällt. Natürlich sind auch Anlagenmodule wie Solaranlagen oder Lüftungssysteme, die in gut gedämmten Häusern heute obligatorisch sind, in das Konzept einbezogen", so das Verwaltungsratsmitglied.
e4-Konzept entspricht EU-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden Mit dem e4-Konzept will Wienerberger das Bewusstsein für eine ganzheitliche Betrachtung - vom eingesetzten Energieträger über die Bauweise bis hin zum Primärenergieverbrauch unter Einbeziehung aller relevanten Kosten - schärfen. Nur so können Bauherren bei Planung, Realisierung und Betrieb eines Hauses einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, der auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Durch diesen umfassenden Ansatz entspricht das e4-Konzept der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (RICHTLINIE 2010/31/EU DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 19. Mai 2010 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden). Diese schreibt für zukünftige Gebäude "Fast-Null-Energie"-Standards, den Gesamtprimärenergiebedarf als Schlüsselkennzahl zur Bewertung sowie ein "Kostenoptimales Niveau" vor.
Mehr zu Wienerberger unter www.wienerberger.com. Mehr über die Viessmann Gruppe unter www.viessmann.com.
Quelle: Karin Hofmann, Head of Public Relations Wienerberger AG T +43 1 60192-484 | communication@wienerberger.com





co2online Klima-Barometer: Klimaschutz ist gut, wenn er nichts kostet

Das öffentliche Interesse am Thema Klimaschutz ist zum ersten Mal seit einem Jahr wieder gestiegen. Der aktuelle Index des Klima-Barometers, das von der gemeinnützigen co2online GmbH veröffentlicht wird, verzeichnet für das vierte Quartal 2010 einen Anstieg von 55 auf 73 Punkte, bleibt aber insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Trotz der 16. Weltklimakonferenz in Cancún im Dezember 2010 erreichte der Klimaschutz nicht die öffentliche Aufmerksamkeit, die die Konferenz in Kopenhagen 2009 ausgelöst hatte. Ein viel diskutiertes Thema des vierten Quartals 2010 waren dagegen die erneuerbaren Energien. Ihr Ausbau wurde in der Öffentlichkeit vor allem im Zusammenhang mit der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken sowie der Strompreissteigerung diskutiert. Die monatlichen Umfragen, die co2online im Rahmen des Klima-Barometers durchführt, widmeten sich daher ebenfalls dem Thema erneuerbare Energien.
Gefragt nach dem wichtigsten Grund für den Ausbau erneuerbarer Energien, sprechen sich die Teilnehmer vor allem für die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern (39 Prozent) und für Klimaschutz (36 Prozent) aus. Die Finanzierung der Energiewende ist jedoch für die Mehrheit der Befragten umstritten: 55 Prozent sind der Meinung, der Ausbau sollte sich ohne Subventionen finanzieren und nicht zu Lasten der Verbraucher gehen. Die Umfrage fand vor dem Hintergrund der Erhöhung der Strompreise statt, die die Energieversorger mit den gestiegenen Kosten aus der sogenannten Ökostrom-Umlage begründeten. Nur noch 28 Prozent sind bereit, den Ausbau erneuerbarer Energien durch einen Stromkosten-Aufschlag mitzutragen.
Bei der Wahl einer regenerativen Energiequelle für das eigene Heim gibt es bei den Befragten einen eindeutigen Favoriten: die Sonne. Die klare Mehrheit würde eine Solarthermie- oder Photovoltaikanlage (zusammen 59 Prozent) installieren lassen, um ihren Haushalt mit Wärmeenergie oder Strom direkt vom eigenen Dach zu versorgen. Das Heizen mit Holz oder der Einsatz einer mit Ökostrom betriebenen Wärmepumpe fanden weniger Zuspruch.
Das Klima-Barometer mit allen weiteren Ergebnissen sowie aktuelle Grafiken stehen im Internet unter www.klima-sucht-schutz.de/mitmachen/klima-barometer.html zum Download bereit.
Das co2online Klima-Barometer
Das Klima-Barometer ermittelt vierteljährlich das öffentliche Interesse am Thema Klimaschutz sowie die Einstellung der Bevölkerung gegenüber aktuellen Fragen und Ereignissen zu Klimaschutz und Energiesparen. Das Klima-Barometer enthält einerseits einen quartalsweise fortgeschriebenen Index. Er basiert auf einer Auswertung von vier relevanten Indikatoren (1. Experteneinschätzung zum Interesse in der Bevölkerung am Klimaschutz und zur Höhe der Nachfrage nach ihrer Expertise zum Thema, 2. Anzahl der Medien-Beiträge im betreffenden Quartal zu den Themen Klimawandel, Klimaschutz und Energiesparen, 3. Interesse der Internet-Öffentlichkeit, gemessen an der Häufigkeit der Suchbegriffe Klimawandel, Klimaschutz und Energiesparen bei Google, 4. Nutzungsfrequenz aus-gewählter Ratgeber der Klimaschutzkampagne zu Energiesparmaßnahmen und Energieeffizienz). Die einzelnen Indikatoren werden in einen Indexwert umgerechnet, der sich um den Durchschnittswert von 100 Punkten bewegt. Neben dem Index ermittelt das Klima-Barometer Monatstrends zu ausgewählten Themengebieten. Dazu haben die Besucher der Kampagnenwebsites der gemeinnützigen co2online GmbH die Möglichkeit, an monatlich wechselnden Umfragen teilzunehmen.
Herausgeber des Klima-Barometers ist die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online mbH. co2online setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Mit interaktiven Energiespar-Ratgebern, einem Energiesparkonto, Heizspiegeln, einem Klima-Quiz sowie Portalpartnern aus Wirtschaft, Medien, Wissenschaft, Politik und Verwaltung motiviert co2online den Einzelnen, mit aktivem Klimaschutz auch Geld zu sparen. co2online ist Träger der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne „Klima sucht Schutz“ (www.klima-sucht-schutz.de), der „Heizspiegelkampagne“ (www.heizspiegel.de) und des „Energiesparclubs“ (www.energiesparclub.de).
Kontakt:
Sophie Fabricius
co2online gemeinnützige GmbH
Hochkirchstraße 9 | 10829 Berlin
Tel: 030 / 210 21 86 - 16 | Fax: 030 / 210 21 86 - 60
E-Mail: sophie.fabricius(at)co2online.de
www.twitter.com/co2online | www.facebook.de/Klima.sucht.Schutz
Quelle: Pressemitteilung der co2online gemeinnützige GmbH vom 31. Januar 2011

Bundeskabinett bestätigt Anpassung bei Solarförderung und Grünstrom-Privileg Neuregelungen bei Biogas-Förderung ab 2012 angekündigt

Das Bundeskabinett hat heute die vorgezogenen Maßnahmen zur Kostendämpfung bei der Förderung erneuerbarer Energien bestätigt. Vorgeschlagen wird eine weitere Absenkung der Solarstromvergütung, die Eingrenzung des so genannten Grünstromprivilegs und eine Neuregelung der Biogas-Förderung.

Der Ausbau des Solarstroms in Deutschland entwickelt sich weiterhin sehr dynamisch. Auch im Jahr 2010 wurden die Erwartungen wieder deutlich übertroffen. Insgesamt sind in Deutschland derzeit Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 17.000 Megawatt installiert, mehr als 7.000 Megawatt davon wurden im vergangenen Jahr in Betrieb genommen. Diese Zahlen zeigen den Erfolg der Photovoltaik-Förderung in Deutschland und beweisen das große Potenzial zur Kostensenkung in diesem Markt. Die Förderung muss dieser raschen Marktentwicklung im Interesse der Stromverbraucher flexibel angepasst werden. Deshalb soll die zum 1. Januar 2012 vorgesehene weitere Absenkung der Vergütung teilweise schon zum 1. Juli 2011 erfolgen. Für Freiflächen-Anlagen soll die Absenkung zum 1. September 2011 wirksam werden. Vorgeschlagen wird eine Absenkung der Vergütung in Abhängigkeit von der Marktentwicklung in den Monaten März, April und Mai 2011. Die Absenkung kann damit bereits Mitte 2011 je nach Markt!
 entwicklung bis zu 15 Prozent betragen.

Von wachsender Bedeutung für die Kostenentwicklung bei der Förderung erneuerbarer Energien ist auch das so genannte Grünstromprivileg: Derzeit sind Energieversorgungsunternehmen von der Zahlung der so genannten EEG-Umlage ausgenommen, wenn für mindestens 50 Prozent des gelieferten Stroms erneuerbare Energien eingesetzt werden und diese Strommenge nicht nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vergütet, sondern direkt vermarktet wird. Von der Umlage befreit ist dann der gesamte gelieferte Strom. Durch den Anstieg der EEG-Umlage seit Jahresbeginn ist der Anreiz, das Grünstromprivileg zu nutzen, unverhältnismäßig gewachsen und begünstigt Mitnahmeeffekte, die zu Lasten der anderen Stromverbraucher gehen. Die Formulierungshilfe sieht daher vor, ab dem 1. Januar 2012 die Umlagebefreiung für die Unternehmen, die das Grünstromprivileg nutzen, auf die Höhe der EEG-Umlage im Jahr 2010 zu begrenzen.

Die Regelungen zum Grünstromprivileg und zur Photovoltaik werden   neben allen anderen Regelungen des EEG – auch im Rahmen des Erfahrungsberichts zum EEG überprüft und die Ergebnisse dieser Evaluation der gesamten Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien durch die geplante EEG-Novelle, die zum 1. Januar 2012 in Kraft treten soll, umgesetzt.

Die anstehende Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) soll zudem bestimmte Fehlentwicklungen aufgrund der Vergütungsstruktur für Strom aus Biogas korrigieren. In bestimmten Regionen hat die erheblich gestiegene Nachfrage nach Mais als Ausgangsrohstoff für Biogasanlagen zu einem übermäßigen Anbau von Mais geführt. Das Ergebnis: Die Pachtpreise für Agrarflächen steigen enorm, damit verschärft sich die Flächenkonkurrenz. Außerdem können sich diese Monokulturen negativ auf das Landschaftsbild und die Artenvielfalt auswirken.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen und Bundeslandwirtschaftsministeri

n Ilse Aigner sind sich einig in dem Ziel, dieser regional zu beobachtenden Entwicklung entgegenzuwirken, indem eine angemessene Anpassung der Vergütungssätze für Strom aus Biomasse im Rahmen der EEG-Novellierung vorgenommen wird. Gleichzeitig muss dabei der positive Beitrag der Biomasse beim Ausbau einer nachhaltigen und klimaschonenden Energieerzeugung in Deutschland auch in Zukunft berücksichtigt werden.

Betreiber von Neuanlagen, die Biomasse nach EEG verstromen, müssen sich ab 2012 auf eine angemessene Anpassung der der Vergütungsregelungen einstellen. Damit wird der Koalitionsvertrag umgesetzt, wonach die EEG-Novelle vorgezogen werden soll, um eine Überförderung zu vermeiden. Grundlage für die Änderungen am Vergütungssystem für Biomasse wird der Erfahrungsbericht über das EEG sein, der Mitte des Jahres vorliegen wird und auf dessen Basis die weiteren Entscheidungen getroffen werden


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Hrsg: BMU-Pressereferat, Alexanderstraße 3, 10178 Berlin
Redaktion: Dr. Christiane Schwarte (verantwortlich)
Thomas Hagbeck, Jürgen Maaß, Frauke Stamer
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Energiegipfel der Staats- und Regierungschefs der EU / VKU: Europäische Energiepolitik vor entscheidender Wende

Brüssel (ots) – Die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten legten heute im Europäischen Rat die Grundlagen der künftigen EU-Energiepolitik fest. Im Wesentlichen geht es dabei um den Ausbau der Energieinfrastruktur sowie um die Förderung der Energieeffizienz. Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Hans-Joachim Reck, begrüßt die Entscheidung: “Die Beschlüsse des Europäischen Rates sind wegweisend für die künftige europäische Energiepolitik und damit auch für Deutschland.”
Fortschritte erzielte der Europäische Rat vor allem im Bereich der Energieinfrastruktur, insbesondere in Fragen des Netzausbaus. Dieser schreitet bisher in Europa nur schleppend voran. Die bisher 80 Kuppelstellen sind nicht ausreichend für einen grenzübergreifenden Stromtransport ausgelegt. Für den zügigen Netzausbau haben sich die Staats- und Regierungschefs somit auf eine schnelle Umsetzung der Genehmigungsverfahren sowie auf einen Rahmen zur Finanzierung geeinigt. Kommissar Oettinger schlägt dafür unter anderem Eurobonds vor. Reck befürwortet die Initiative des Europäischen Rates, fordert jedoch: “Sowohl die Finanzierung als auch die Genehmigungsverfahren müssen ebenso für die Verteilnetze gelten.”
Das Bekenntnis zum Ausbau der Energieinfrastruktur bereitet den Weg zur heute getroffenen Entscheidung, die Erneuerbaren bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent auszubauen. Reck begrüßt diesen Beschluss, sieht jedoch Deutschland gefordert: “Der Europäische Rat hat mit der heutigen Entscheidung wichtige Aussagen getroffen. Für die Umsetzung sind jetzt die einzelnen EU-Mitgliedstaaten gefragt.” Auch in Bezug auf die Energieeffizienz sieht der VKU seine Forderungen bestätigt: So werden künftig die Rahmenbedingungen zur Stärkung energieeffizienter Technologien verbessert. VKU Hauptgeschäftsführer Reck sagt dazu: “Damit kommt insbesondere zukunftsfähigen Lösungen wie der Kraft-Wärme-Kopplung eine größere Bedeutung zu.”
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.400 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit über 240.000 Beschäftigten wurden 2008 Umsatzerlöse von rund 92 Milliarden Euro erwirtschaftet und etwa 8,8 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 54,2 Prozent in der Strom-, 51,4 Prozent in der Erdgas-, 77,5 Prozent in der Trinkwasser-, 53,6 Prozent in der Wärmeversorgung und 11,8 Prozent in der Abwasserentsorgung.
Pressekontakt:
Carsten Wagner
Bereichsleiter Presse und Kommunikation
Pressesprecher
Verband kommunaler Unternehmen e.V.
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10117 Berlin
Fon +49 30 58580-220
Mobil +49 170 8580-220
Fax +49 30 58580-100
carsten.wagner@vku.de
www.vku.de

Hundert Prozent saubere Energie bis 2050 möglich Hundert Prozent saubere Energie bis 2050 möglich

Der gesamte Energiebedarf der weltweiten Bevölkerung kann bis 2050 aus sauberen, sicheren und erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden - und das trotz Wirtschaftswachstum und steigender Bevölkerungszahl. Das ergab der neue WWF-Energiereport http://wwf.at. Atomstrom, Gentechnik und Energie aus nicht nachhaltig gewonnener Biomasse wären dann nicht mehr notwendig. Elektromobilität, Energieeffizienz und intelligente Stromnetze sind die "grüne" Lösung für den Energiebedarf.
Energienachfrage um 15 Prozent geringer

"Die ökologische Energiezukunft ist bis Mitte des Jahrhunderts möglich und die Kosten für die weltweite Umstellung amortisieren sich für die Weltwirtschaft ab dem Jahr 2040", so Annabella Musel, WWF-Klimaexpertin. Die Umstellung sei aber nicht nur aus Klimaschutzgründen notwendig. Öl und Gas werden immer knapper, die Preise und die Abhängigkeit der Förderländer steigen immer mehr. Zudem leben 1,4 Mrd. Menschen ohne sicheren Elektrizitätszugang.

Laut Studie kann die Energienachfrage durch konsequente Energieeffizienzmaßnahmen bis 2050 um 15 Prozent sinken, obwohl die weltweite Bevölkerungszahl auf neun Milliarden steigen wird. Dabei gehen die Autoren der Studie von den bereits heute verfügbaren Technologien und deren Weiterentwicklung in den kommenden Jahren aus. "Nach der globalen Energievision des WWF kann der Ausstoß von Treibhausgasen um 80 Prozent reduziert werden", erklärt Musel.

Wirtschaft und Bevölkerung gefordert

Um eine ökologische Energiezukunft zu ereichen, sind laut Musel Umstellungen in der Elektrizität aus erneuerbaren und umweltfreundlichen Energien notwendig. "Ebenso sind Energieeffizient -und Energiesparmaßnahmen bei Gebäuden und Verkehr gefordert. Für Österreich liegt die Sanierungsquote von Gebäuden nur bei einem Prozent. Notwendig sind mindestens zwei bis drei Prozent", sagt Musel gegenüber pressetext.

Die Bevölkerung ist ebenfalls zum Handeln aufgerufen. Die Klimaexpertin rät zu energiesparenden Geräten im Haushalt, mehr Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und regionalem Einkauf. Um das Wirtschaftswachstum zu garantieren, müssen sich auch die Lebensgewohnheiten ändern. Der Report schlägt vor, den Fleischkonsum in den OECD-Ländern zu halbieren und in den ärmeren Ländern um ein Viertel zu erhöhen. Dies hätte auch positive Folgen für die Globalgesundheit, so der Bericht.

Sofortiges Handeln für Umstellung notwendig

Laut Energie-Report betragen die Kosten für die Umstellung ein bis 3,5 Bio. Euro jährlich in den kommenden 25 Jahren. Ab dem Jahr 2040 dreht sich die Kostenspirale um und der ökonomische Gewinn steigt bis 2050 auf vier Bio. Euro im Jahr. Die jährlichen Gesamtkosten für die Umstellung betragen dabei nie mehr als zwei Prozent des Welt-Bruttoinlandsprodukts.

Musel hofft, dass der Energiereport für Politik und Wirtschaft ein Anreiz zu Diskussion und Handeln ist. Um die nötigen Umstellungen in der Weltwirtschaft zu erreichen und den Klimawandel zu beenden, fordert der WWF rasch einen verbindlichen Aktionsplan der Weltgemeinschaft. "Die Staats- und Regierungschefs müssen begreifen, dass der vorgeschlagene Weg in eine nachhaltige Zukunft für die Menschheit schon heute beschlossen werden muss, um die Weichen frühzeitig stellen zu können", so Musel. (Ende)




Aussender: pressetext.redaktion
Redakteur: Christina Rettenmoser
email: rettenmoser@pressetext.com
Tel. +43-676-88666531

Hessisches Programm zur Energieeffizienz im Mietwohnungsbau verringert CO2-Belastung und stärkt die Wirtschaft

Frankfurt am Main (ots) - Im Jahr 2010: 1.116 Wohnungen energieeffizient modernisiert - 710 Wohnungen energieeffizient neu gebaut

Das von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) und dem Hessischen Umweltministerium im Jahr 2007 ins Leben gerufene Programm "Hessische Energieeffizienzprogramm für Mietwohnungen" wird von Hessens Bürgern gut angenommen, wie Umweltministerin Lucia Puttrich am Mittwoch in Wiesbaden erklärte. Das zeigen die sehr guten Zahlen des Geschäftsjahres 2010.

Insgesamt wurden die Modernisierung von 1.116 Wohnungen und der Neubau von 710 Wohnungen gefördert. Hierfür wurden Zinszuschüsse in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro für ein Darlehensvolumen von rund 60 Millionen Euro zugesagt. Daraus resultierte ein Investitions-volumen von etwa 150 Millionen Euro, das sich vor allem im regionalen Handwerk und in der Bauwirtschaft positiv auswirkte.

Laut Umweltministerin Puttrich wolle die Hessische Landesregierung die energetische Modernisierung in Hessen voranbringen. Deshalb würden in diesem Bereich entsprechende Anreize gesetzt. "Wir wollen die Eigentümer von Mietwohngebäuden ermutigen, in ihrem Wohnungsbestand und vor allem auch beim Neubau von Mietwohnungen energetisch hochwertig zu modernisieren und zu bauen - besser noch als es die gesetzlich festgelegten Standards vorgeben. Denn das nutzt unserem Klima und es nutzt gleichzeitig unserer Wirtschaft", betonte Puttrich. Die regionale Baubranche werde Puttrich zufolge gestärkt. Es seien mittelständische Betriebe und Handwerker aus der Region, die bei Umbaumaßnahmen tätig würden.

In dem Hessischen Programm zur Energieeffizienz im Mietwohnungsbau verbilligt die WI-Bank von ihr bereitgestellte zinsgünstige Darlehen in ausgewählten KfW-Programmen für 5 Jahre um bis zu 0,7%. Finanziert wird in den Bereichen "Energieeffizient Bauen" und "Energieeffizient Sanieren". Diese Zinsverbilligung wird vom Land Hessen und der WIBank gemeinsam ermöglicht. Damit setzt Hessen einen besonderen Akzent zur Unterstützung der Einsparung von Treibhausgasen und Heizenergie.

Seit Beginn des Programms Ende 2007 konnten über 4.000 Wohnungen in Hessen auf höchstem technischen Niveau neu gebaut oder modernisiert werden. Das erfolgreiche Programm wird auch 2011 fortgeführt.

Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) ist eine rechtlich unselbständige Anstalt in der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale - Helaba. Das Institut bündelt nahezu das gesamte öffentliche Fördergeschäft in Hessen. Der Europäische Strukturfonds und die europäische Landwirtschaftsförderung werden hier administriert, die Förderprogramme des Bundes und der Großteil der Programme des Landes Hessen umgesetzt. Darüber hinaus bietet die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen auch eigene Finanzierungs-programme zu einem günstigen Zinssatz an. Dieses Aufgabenspektrum ist in der Landschaft der Förderbanken der Bundesrepublik Deutschland einzigartig.



Pressekontakt:



Claudia Ungeheuer

Leiterin des Referats Öffentlichkeitsarbeit

Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen

Strahlenbergerstraße 11, 63067 Offenbach

Tel.: 069 9132 3716

Mail: claudia.ungeheuer@wibank.de

www.wibank.de

Vollständige Stromversorgung durch erneuerbare Energien bis 2050 --

SRU übergibt Bundesumweltminister Röttgen Sondergutachten

Der Vorsitzende des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU), Prof. Dr. Faulstich, hat heute Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen das Sondergutachten „Wege zur 100% erneuerbaren Stromversorgung“ überreicht. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eine vollständig auf erneuerbaren Energien beruhende Stromversorgung in Deutschland bis 2050 möglich ist. Umweltminister Dr. Norbert Röttgen: „Das Sondergutachten ist ein wichtiger Beitrag zur Diskussion um eine nachhaltige Energie- und Umweltpolitik. Die Bundesregierung hat sich mit dem Energiekonzept bereits ein sehr ehrgeiziges Ausbauziel gesetzt: Wir wollen im Jahr 2050 einen Anteil von 80% erneuerbare Energien an der Stromversorgung erreichen. Das SRU-Gutachten zeigt, dass dies erreichbar ist.“

Das Sondergutachten zeigt in verschiedenen Szenarien, wie eine vollständig erneuerbare Stromversorgung in Deutschland möglich ist. Dabei werden die Hauptvarianten einer rein nationalen Ausbaustrategie, eines Verbunds mit Dänemark und Norwegen sowie einer europäischen Lösung unter Einschluss Nordafrikas untersucht. Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung der in den Szenarien aufgezeigten Entwicklung sind neben dem starken Ausbau der erneuerbaren Energien insbesondere die Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau von Netz- und Speicherkapazitäten.

Umweltminister Dr. Norbert Röttgen: „Das Gutachten des SRU identifiziert mit der erforderlichen Steigerung der Energieeffizienz und dem Ausbau der Infrastruktur die zentralen Herausforderun-gen auf dem Weg in ein regeneratives Zeitalter. Die Bundesregierung hat hierzu im Energiekonzept bereits umfangreiche Maßnahmen beschlossen. So werden im Rahmen des 10-Punkte-Sofortprogramms bis Ende dieses Jahres u. a. Vorschriften für eine deutschlandweite Netzbauplanung, ein 5-Milliarden-Kreditprogramm „Offshore-Windenergie“ und eine Befreiung neuer Speicherkraftwerke von Netzentgelten umgesetzt“.

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) ist ein wissenschaftlich unabhängiges Beratungsgremium der Bundesregierung. Neben dem alle vier Jahre zu erstellenden umfassenden Hauptgutachten erarbeitet der SRU Sondergutachten zu Einzelfragen sowie Stellungnahmen und aktuelle Kommentare zur Umweltpolitik.

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Hrsg: BMU-Pressereferat, Alexanderstraße 3, 10178 Berlin

Redaktion: Dr. Christiane Schwarte (verantwortlich)

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E-Mail: presse@bmu.bund.de - Internet: http://www.bmu.de/presse

Röttgen begrüßt EU-Initiative für „Ressourcenschonendes Europa“

„Ressourceneffizienz ist zentrale Aufgabe der Umweltpolitik“
Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat die heute vorgestellte Initiative der EU-Kommission für ein „ressourcenschonendes Europa“ begrüßt. Darin beschreibt die Kommission den Weg zu einem Europa, das die natürlichen Ressourcen effizienter nutzen und dadurch eine stabilere Wirtschaft, weniger Umweltschäden und mehr soziale Gerechtigkeit erreichen will. „Ressourceneffizienz ist eine zentrale Aufgabe für die Umweltpolitik. Dass die Europäische Kommission hier einen Schwerpunkt setzt, wird Deutschland nachdrücklich unterstützen“, sagte der Bundesumweltminister.

„Ressourcenschonendes Europa“ ist eine der sieben Leitinitiativen der Europa-2020-Strategie. Die Initiative zielt darauf ab, das Wirtschaftswachstum von der Ressourcennutzung abzukoppeln, den Übergang zu einer emissionsarmen Wirtschaft zu unterstützen, die Nutzung erneuerbarer Energieträger und die Energieeffizienz zu fördern sowie unser Verkehrswesen zu modernisieren und nachhaltiger zu gestalten.
Die Bundesregierung hat sich in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie dazu bekannt, die Rohstoffproduktivität bis zum Jahr 2020 gegenüber 1994 zu verdoppeln. „Ressourceneffizienz bedeutet Innovation und Modernisierung. Hier liegt eine Schlüsselqualifikation zukunftsfähiger Gesellschaften. Unsere Wirtschaft hat das Potential, zur ressourceneffizientesten Volkswirtschaft der Welt zu werden. Und das wollen wir auch erreichen“, sagte Röttgen

Zu diesem Zweck entwickelt das Bundesumweltministerium derzeit ein nationales Ressourceneffizienzprogramm. Die Bundesregierung will über dieses Programm rechtzeitig vor der UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung, die im Mai 2012 stattfinden soll, entscheiden.
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Frühzeitige Bürgerbeteiligung für schnelleren Ausbau der Stromnetze

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Katherina Reiche, hat sich für eine stärkere Bürgerbeteiligung beim Ausbau der Stromnetze ausgesprochen. „ Durch eine frühzeitige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger kann die Akzeptanz für den Ausbau der Stromnetze erhöht werden. Dies ist von zentraler Bedeutung für einen beschleunigten Netzausbau. Hier sind die Netzbetreiber und die Politik gemeinsam gefragt“, sagte Reiche anlässlich eines Gesprächs mit Bürgerinitiativen über Wege zur Beschleunigung des Netzausbaus.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Ausbau der Stromnetze sind zwei Seiten einer Medaille. „Wir brauchen neue Stromnetze, um den dezentral erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien zu den Stromverbrauchern zu bekommen.“, so Reiche.

„Die Bundesregierung wird mit der Einführung des Bundesnetzplanes erstmals eine öffentliche Netzausbauplanung unter breiter Beteiligung der Öffentlichkeit durchführen. Beides wird die Akzeptanz des Netzausbaus deutlich steigern und den für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien unverzichtbaren Netzausbau beschleunigen“, betonte die Staatssekretärin.

Der heute aufgenommene Dialog mit den Bürgerinitiativen soll mit dem Ziel fortgesetzt werden, gemeinsam Bausteine für einen beschleunigten Netzausbau zu entwickeln und die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen zu begleiten. Dabei wird die Weiterentwicklung des Verfahrens der Netzausbauplanung und der Prüfung von Trassenalternativen genauso eine Rolle spielen wie der Einsatz innovativer Technologien, beispielsweise von Erdkabel oder Gleichstromübertragungsleitung

en oder die Verbesserung der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Ergebnisse dieses Dialoges sollen sowohl in das Forum Netzintegration der Deutschen Umwelthilfe als auch in die Arbeit der Bundesregierung zur Umsetzung des Energiekonzeptes einfließen.


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Energiekosten sparen mit dem Energiespar-Ratgeber

Mit den Energiespar-Ratgebern von CO2online und dem Umweltbundesamt können Sie Ihre Strom- und Heizkosten schrumpfen lassen. Und gleichzeitig schützen Sie Umwelt und Klima. Ob es um Heizkosten, Elektrogeräte oder die Modernisierung von Gebäuden geht: die Ratgeber geben Ihnen eine gute Orientierung.

Quelle:http://www.umweltbundesamt.de

https://ratgeber.co2online.de/index.php?berater=ratgeberauswahl&portal_id=ub


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