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Mehr Mittel für die Wärme


Marktanreizprogramm wird aufgestockt

2012 wird das Marktanreizprogramm des Bundesumweltministeriums für erneuerbare Energien im Wärmebereich (MAP) mehr Förderung ausschütten können als 2011 abgerufen wurde. Aufgrund von Restmitteln aus den Vorjahren stehen in diesem Jahr 366 Millionen Euro zur Verfügung. Profitieren werden sowohl private Antragsteller (so genannter BAFA-Teil des MAP) als auch gewerbliche Investoren („KfW-Programm Erneuerbare Energien, Premium“).

Dieses Jahr stehen für das MAP im Bundeshaushalt rund 250 Millionen Euro zur Verfügung. Hinzu kommen Restmittel aus den Vorjahren in Höhe von 116 Millionen Euro. Das ergibt sich für das Jahr 2012 eine Gesamtsumme von 366 Millionen Euro. Im Wirtschaftsplan des Sondervermögens Energie- und Klimafonds (EKF) für das MAP veranschlagte Ausgaben in Höhe von 100 Millionen Euro müssen aufgrund der Restmittel nicht für das MAP eingesetzt werden, sondern können zur Deckung von Einnahmeausfällen anderen EKF-Positionen zugeführt werden.

Das MAP fördert den Einsatz erneuerbarer Energien im Wärmebereich, etwa Solarthermie, Holzpellet-Heizungen, Wärmespeicher, Biomasseheizwerke und Tiefengeothermie. Es zielt darauf, den Anteil erneuerbarer Energien im Wärmebereich bis zum Jahr 2020 auf mindestens 14 Prozent zu steigern. 

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Mehr Informationen zur Energiewende: www.bmu.de/energiewende

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Energieeffizient vom Keller bis zum Dach

Politische Rahmenbedingungen und steigende Energiekosten machen Entwicklungen im Bereich des energieeffizienten Bauens unausweichlich. Nicht die aktuell gesetzten Standards der Niedrigenergiegebäude nach der Energieeinsparverordnung schreiben die Zukunft sondern Konzepte wie das Plusenergiegebäude, die schon heute weiter denken Die Grundidee dahinter ist einfach: Die jährliche Energielieferung durch regenerative Energien ist größer als der Gesamtenergiebedarf des Gebäudes. Dachflächen oder Fassaden werden dabei für die Energiegewinnung aus der Sonne eingesetzt. Doch um diese Energie auch effizient nutzen zu können, sind die Schnittstellen zwischen den einzelnen Komponenten maßgeblich. Deshalb entschied sich Univ.-Prof. Dr.-Ing. M. Norbert Fisch, Leiter des Instituts für Gebäude- und Solartechnik (IGS) der TU Braunschweig, der kürzlich das erste Netto-Plusenergie-Gebäude - ein Gebäude als Kraftwerk - im Raum Stuttgart baute, für energieeffiziente Systeme von REHAU.

Das Bauprojekt

In Leonberg, etwa 20 Kilometer von Stuttgart entfernt, entstand das zweigeschossige Netto-Plusenergie-Wohngebäude von Prof. Dr. M. Norbert Fisch. Ziel des Bauherrn war es, zusammen mit dem Ingenieur-Büro EGS-plan aus Stuttgart ein Gebäude zu entwickeln, das die zukünftigen Anforderungen nach energieeffizientem, komfortgerechtem Wohnen und umweltverträglicher Mobilität erfüllen kann und diese Ziele mit anspruchsvoller Architektur verbindet. So basiert das energetische Gesamtkonzept auf der konsequenten Reduzierung des Strom- und Wärmebedarfs durch Lastmanagement, des Einsatzes innovativer Gebäudetechnik und der Nutzung von Sonnenenergie für die Beheizung und Stromversorgung des Gebäudes.

Das im Oktober fertiggestellte, kompakte Haus mit rund 210 Quadratmetern Wohnfläche verfügt über ein nach Süden ausgerichtetes Pultdach, welches flächendeckend mit einer Photovoltaik- (circa 15 kWp) und einer solarthermischen Anlage (circa 7 Quadratmeter) ausgestattet ist. Dies führt in Kombination mit großzügigen Verglasungen und einer sehr gut wärmegedämmten Gebäudehülle zu einem geringen Jahres-Heizenergie- und Heizleistungsbedarf (unter 20 W/m²).

Darüber hinaus spielt auch die optimale Tageslichtnutzung eine große Rolle. So öffnet sich das von den Architekten Berschneider + Berschneider aus Pilsach entworfene Gebäude mit großzügigen Fensterflächen Richtung Süden, wohingegen es sich nach Norden, Osten und Westen eher verschließt. Der Überhitzung in den Sommermonaten wird durch einen außen liegenden Sonnenschutz und die gute Gebäudehülle Rechnung getragen.

Vernetzte Systeme

Ein Netto-Plusenergie-Haus ist vergleichbar mit einem Puzzle: Jede Systemkomponente muss optimal in die nächste greifen. Nur so können Energieverluste vermieden und beste Resultate erzielt werden. Deshalb entschied sich der Bauherr auch für zahlreiche energieeffiziente Systeme aus dem Hause REHAU, die ideal aufeinander abgestimmt sind und besonders effizient arbeiten.

Für die Beheizung des Gebäudes kam eine Wärmepumpe GEO (10 C) mit Systemspeicher (825 Liter) in Kombination mit drei Erdwärmesonden RAUGEO PE-Xa von jeweils 95 Metern Länge zum Einsatz. Im Haus wird die Energie mithilfe einer REHAU Flächenheizung verteilt, die insgesamt circa 210 Quadratmeter umfasst und für ein angenehmes Wohnklima sorgt. Die Solaranlage auf dem Dach, die eine umweltfreundliche Trinkwassererwärmung ermöglicht, besteht aus drei REHAU SOLECT Wannenkollektoren und ist über einen Wärmeaustauscher in den unteren Teil des Pufferspeichers eingebunden. Die Trinkwarmwasserbereitung erfolgt im Durchflussprinzip (Frischwasserstation 25).

Zur kontrollierten Belüftung tragen insgesamt 75 Meter des Luft-Erdwärmetauschersystems AWADUKT Thermo bei. Mittels der Temperatur des Erdreichs erwärmen die im Boden verlegten Rohre die angesaugte Frischluft im Winter zusätzlich beziehungsweise kühlen sie im Sommer. Damit werden Energiekosten eingespart. Mit seiner speziellen antimikrobiellen Innenschicht leistet AWADUKT Thermo zudem einen Beitrag zu verbesserter Lufthygiene im Gebäude.

Aber nicht nur die Energieeffizienz spielte beim Netto-Plusenergie-Haus in Leonberg eine Rolle, auch dem richtigen Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser wurde großes Augenmerk geschenkt. So führten hohe Ansprüche an die Hygiene der Trinkwasserinstallation zum Einbau von 500 Metern des Installationssystems RAUTITAN. Für eine geräuschlose Entsorgung des anfallenden Abwassers und damit für mehr Wohnqualität sorgt schließlich das schalldämmende Hausabflusssystem RAUPIANO PLUS.

Damit auch Regenwasser im Sinne der Ressourcenschonung sinnvoll genutzt wird, entschied sich der Bauherr zusätzlich für das Regenwassernutzungssystem RAURAIN. Hier wird in einem 5.000 Liter Tank Regenwasser zentral gesammelt, über eine Pumpe ins Haus gebracht und steht dort beispielsweise für die Toilettenspülung zur Verfügung. Darüber hinaus wird es für die Gartenbewässerung verwendet.

Erhöhter Wohnkomfort

Neben den Systemen für energieeffizientes Bauen und nachhaltiges Wassermanagement kann das Netto-Plusenergie-Haus auch mit weiteren Systemen überzeugen, die für erhöhten Wohnkomfort sorgen. So wurde unter anderem das zentrale Staubsaugersystem VACUCLEAN eingebaut. Während die zentrale Saugeinheit außerhalb der Wohnräume, im Keller untergebracht wird, befinden sich die Saugdosen an verschiedenen Stellen im Haus. Der Saugschlauch wird dort einfach angeschlossen, der Schmutz eingesaugt und geräuschlos über das schalldämmende Rohrsystem RAUPIANO PLUS zur Saugeinheit transportiert. Die mikrostaubbeladene Saugluft, häufig Auslöser von Allergien, wird sofort ins Freie befördert.

Darüber hinaus bietet das WPC-Terrassensystem RELAZZO im Gartenbereich eine umweltfreundliche Lösung für die Gestaltung der modernen Terrasse. Auch nach Jahren im Alltagseinsatz besticht das Terrassensystem noch durch seine hohen qualitativen Eigenschaften hinsichtlich Farbstabilität, Witterungsbeständigkeit, Riss- und Splitterfreiheit sowie Rutschfestigkeit. Zudem leistet auch das Terrassensystem einen wichtigen Beitrag zu Umweltschutz und Ressourcenschonung, da es zu über 50 Prozent aus heimischen Hölzern aus nachhaltiger Forstwirtschaft besteht.

Energieüberschuss für e-Mobility

Im Netto-Plusenergie-Haus wird die zur Verfügung stehende Energie optimal eingesetzt und genutzt. Dahinter steht ein intelligentes Stromlastmanagement, das einen hohen Eigenstrom-Nutzungsanteil für Stromverbraucher, wie Wärmepumpe, Lüftungsanlage Haushaltsgeräte oder die Beleuchtung anstrebt. Zusätzlich wird es durch eine Gebäudeleittechnik unterstützt und mittels verschiedener Instrumente überwacht. Mögliche Überschüsse aus der solaren Stromerzeugung werden schließlich direkt in Elektrofahrzeugen (Klein-Pkw Smart und E-Roller) genutzt und finden damit sogar außerhalb des Hauses eine sinnvolle und Ressourcen schonende Verwendung.

Quelle:REHAU AG + Co
Otto-Hahn-Str. 2
D-95111 Rehau
www.rehau.de

Sonne im Haus mit einem Solarwarmluftkollektor

Sonne gratis, die kostenfreie Heizidee
 
Metropolregion Nürnberg/Weißenohe, Januar 2011. Gute Nachrichten in der Solarbranche: Energie sparen mit dem Warmluftkollektor. Sonnenenergie gratis, für Ihren Wohnraum mit Warmluftkollektoren für Fassade und Dach. Solar-Luft-Kollektoren setzen Sonnenenergie über das Medium Luft in Wärme um. Die solar erwärmte Luft wird direkt zum Heizen, Lüften und Trocknen genutzt. Beim Heizen mit Luft ist bereits eine Temperatur von 15°C effektiv nutzbar. Diese erzielt ein Luftkollektor schon bei geringer Einstrahlung. Luftkollektoren zeichnen sich durch einen hohen Wirkungsgrad aus. Das Luftkollektor System kann an der Wand oder auf dem Dach für unterschiedlichste Anwendungen von der Trocknung bis zur Hallenheizung eingesetzt werden. Da die Wintersonne meist tief steht, erzeugen Luftkollektoren im Winter viel Energie und sparen Heizkosten. Mit dem Solarluftkollektor kommt die frische, vorgewärmte Luft in das Haus. iKratos aus Weißenohe bietet das komplette Paket incl. Installation. Eine weitere Möglichkeit ist auch ein Selbstbau: Dipl.-Ing. Stefan Brandt, beschäftigt sich mit dem Themenschwerpunkt solare Heizsysteme. Schwerpunkt bildet die Gebäudebeheizung mit solaren Warmluftkollektoren, um fossile Energieträger zu ersetzten. Der solare Luftkollektor verwendet als Medium Luft, welche im Kollektor erwärmt und mittels Lüfter direkt in die zu beheizenden Räume geblasen wird. Die solaren Luftkollektoren tragen somit direkt zur Energieeinsparung bei und lassen sich problemlos an fast jedes Gebäude nachrüsten. Im Vergleich zum Warmwasserkollektor reagiert ein Luftkollektor schneller auf wechselnde Einstrahlverhältnisse und arbeitet somit auch in der kalten Jahreszeit sehr effektiv. Wirkungsgrade von 50-70 % sind die Regel, der Luftdurchsatz der hier vorgestellten Projekte beträgt bis zu 250 m³/h. Aufgrund Ihrer Einfachheit eignen sich diese Heizsysteme sehr gut für den Selbstbau. Trubadu.de stellt vier Luftkollektoren zum Nachbau vor, die einfach und sehr effektiv die Sonnenenergie in Wärme umwandeln und somit zu erheblichen Energieeinsparungen bei älteren Gebäuden beitragen. In neuen, gut gedämmten und somit fast luftdichten Gebäuden tragen die Luftkollektoren zur Verbesserung des Raumklimas bei. Die geforderten Luftwechselraten werden somit durch die Versorgung mittels frischer vorgewärmter Luft erreicht - die CO2 kritschen Werte für Wohngebäude deutlich unterschritten. Der Warmluftkollektor wird in der Bauanleitung sehr detailliert beschrieben und der Nachbau mit vielen Detailfotos dokumentiert. Die mdr Sendung "Einfach genial" vom 23.11.2010 zum Thema Selbstbau von den Luftkollektoren können Sie hier ansehen: www.youtube.com/watch?v=YJNhgHSVEro Quelle: Dipl.-Ing. Stefan Brandt - solare Luftheizsysteme & Warm-Luftkollektoren www.trubadu.de

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