Abschaltung deutscher Kraftwerke senkt Kernkraftanteil in Europa


Der beschlossene Ausstieg aus der Kernenergienutzung senkt den Anteil der Kernenergie am europäischen Strommix. Nach Aussage der Bundesnetzagentur wird deutsche Kernkraft, anders als gelegentlich behauptet, nicht durch zusätzliche Kernenergie aus französischen oder tschechischen Kraftwerken ersetzt. Der Grund: Ausländische Kernkraftwerke waren auch vor der Abschaltung von zunächst sieben deutschen Kernkraftwerken in 2011 voll ausgelastet. Ihre Kapazitäten lassen sich nicht steigern.


In ihrer Studie „Auswirkungen des Kernkraftwerk-Moratoriums auf die Übertragungsnetze und die Versorgungssicherheit“ geht die Bundesnetzagentur in einem eigenen Kapitel auf die „Zusammensetzung der Stromimporte“ ein. Laut Bundesnetzagentur „ist davon auszugehen, dass die mit relativ geringen Grenzkosten operierenden Kernkraftwerke i. d. R. mit einer Auslastung von (nahezu) 100% betrieben werden. Dies gilt sowohl für die am Netz verbliebenen deutschen wie auch ausländischen Kernkraftwerke. Kernkraftwerke (…) kommen bei üblichen Großhandelspreisen (rund 30-70 €/MWh) i. d. R. immer zum Einsatz. Andernfalls verhielten sich die Betreiber nicht ökonomisch rational. (…). Daher ist aus ökonomischen Erwägungen zu erwarten, dass der (…) dem deutschen und europäischen Markt entzogene Kernkraftstrom nicht durch zusätzliche Erzeugung aus ausländischen Kernkraftwerken kompensiert wird. (…). Es ist nicht zu erwarten, dass im Ausland Kernkraftwerks-Kapazitäten zur Verfügung stehen, die aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht zur Stromerzeugung genutzt werden. Es müssen folglich andere Kraftwerkstypen die Erzeugung übernehmen.“

Zur vollständigen Studie der Bundesnetzagentur (PDF, 2,3 MB)

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