Industrie und Energieerzeuger vermindern CO2-Ausstoß
Emissionen sinken trotz starken Wirtschaftswachstums
und Kernkraftausstiegs
Eine verbesserte Energieeffizienz der deutschen Wirtschaft und der kräftige
Ausbau erneuerbarer Energien zeigen Wirkung: Mit 450 Millionen Tonnen
Kohlendioxid (CO2) haben die rund 1.640 emissionshandelspflichtigen
Energie- und Industrieanlagen in Deutschland im Jahr 2011 rund ein Prozent
weniger klimaschädliches CO2 ausgestoßen als ein Jahr zuvor - trotz
sehr starker Konjunktur. Die Daten zeigen auch: Der im März 2011 begonnene
Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung steht der
Erreichung der Klimaschutzziele nicht entgegen.
Insgesamt liegen die CO2-Emissionen von 450 Millionen Tonnen unter
der jährlichen deutschen Emissionsobergrenze (dem so genannten "Cap")
der zweiten Handelsperiode des europäischen Emissionshandels von 452,8
Millionen Tonnen. Mit dem Rückgang der CO2-Emissionen von rund einem
Prozent setzt sich 2011 der innerhalb der zweiten Handelsperiode eingeschlagene
Minderungspfad der CO2-Emissionen fort.
Zu den emissionshandelspflichtigen Unternehmen gehören energieintensive
Branchen wie Zement- und Stahlwerke, Raffinerien, aber auch die
Energieerzeuger. Nach ersten Berechnungen konnten gegenüber 2010 trotz
begonnenen Kernkraftausstiegs insbesondere im Energiesektor CO2-Emissionen
eingespart werden. Hier liegen die Emissionsminderungen zwischen zwei Prozent
bei Großfeuerungsanlagen und sechs Prozent bei kleineren Feuerungsanlagen. Zu
diesem Rückgang hat zwar neben dem starken Ausbau der erneuerbaren Energien
auch - hierauf weist das UBA ausdrücklich hin - die verhältnismäßig milde
Witterung beigetragen. Dennoch widerlegen die Zahlen alle Befürchtungen, die
Abschaltung mehrerer Kernkraftwerke werde einen deutlichen Anstieg der
Treibhausgasemissionen nach sich ziehen.